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Tödliche Konkurrenz: "Ein starkes Team" ermittelt im Abschleppbusiness

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von teleschau - teleschau - der mediendienst

Hartes Geschäft in einer Männerdomäne: Jana Hellwig (Rosa Falkenhagen, r.) klärt Otto Garber (Florian Martens) und Linett Wachow (Stefanie Stappenbeck, l.) über das Abschleppmilieu auf.

Bild: ZDF/Hardy Spitz


Im neuen Fall ermittelt "Ein starkes Team" in einem Milieu, in dem der Ton rau und der Konkurrenzdruck hoch ist: Der Mord an einem Unternehmer führt die Berliner Ermittler:innen in der beliebten ZDF-Krimireihe diesmal in die Untiefen des Abschleppgewerbes.


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Klaus Bröser (Hilmar Eichhorn), Chef einer Abschleppfirma, wird tot aufgefunden. Otto Garber (Florian Martens), Linett Wachow (Stefanie Stappenbeck) und Nils Makowski (Lucas Reiber) übernehmen den Fall unter dem Titel "Abgeschleppt", den das ZDF am Samstag zur Primetime zeigt (gleichzeitig live im Stream auf Joyn). Schnell zeigt sich: Der Tote hatte in der ruppigen Branche nicht nur viele Gegner, sondern auch privat einige Konflikte.

Zahlreiche Verdächtige

Entsprechend viele Verdächtige tummeln sich im 102. Film der Berliner Krimireihe, die nach dem großen Jubiläum und dem spannenden Jahresstart den Fans nun wieder einen neuen unterhaltsamen Fall bietet.

Da wäre etwa Mitarbeiterin Jana Hellwig (Rosa Falkenhagen), die Bröser als Letzte lebend gesehen hat. Da wäre Lukas Kern (Joachim Foerster), ein polizeibekannter Straftäter, dessen Auto kurz zuvor abgeschleppt wurde und seitdem verschwunden ist. Da wäre aber auch Nicole Bröser (Anja Schneider), Stieftochter des Getöteten und Geschäftsführerin der Firma, die ein schwieriges Verhältnis zum Opfer hatte.

Und nicht zuletzt hatte der Ermordete im gnadenlosen Business zahlreiche Konkurrenten: etwa den todkranken Unternehmer Gerhard Trojetzki (Michael Mendl), dessen Sohn (Sebastian Urzendowsky) sich verdächtig unschuldig verhält. Oder der zwielichtige Einzelkämpfer Kai Zemke (Niklas Kohrt), der als "Abschleppnomade" von Stadt zu Stadt zieht, um illegal Fahrzeuge abzuschleppen, womit er auch Bröser gegen sich aufbrachte.

Haltungen prallen aufeinander

Der recht klassische Whodunit-Krimi porträtiert ein hartes Milieu: Es geht um brutale Konkurrenz, männliche Dominanz und fragwürdige Methoden. "Schlimm, dieses alte Denken", merkt Linett Wachow an, was Garber natürlich nur mit Augenrollen quittiert.

Überhaupt prallen in dem so spannenden wie augenzwinkernden Fall Haltungen aufeinander: Diskussionen über Fleischkonsum, Verkehrspolitik oder urbane Moralvorstellungen sorgen für Reibung. Insbesondere zwischen Urgestein Otto und Jungspund Nils, der sich nach mittlerweile einem Jahr im Team trotz auseinandergehender Lebensstile und Ansichten gut eingelebt hat.

"Ein starkes Team" funktioniert jedenfalls auch als ungleiches Trio hervorragend, was auch am allseits präsenten Humor liegt. Denn selbstredend kommt man bei einem Krimi zum Thema "Abschleppen" nicht ohne diverse Anspielungen aus. Kostprobe: "Wie viele schleppen Sie so ab im Jahr?" - "Kommen schon ein paar Hundert zusammen."

Gutes Gespür für Milieus und Figuren

Bis zum Finale, das mit einer dramatischen Vermisstensuche noch einmal anzieht, zeigt sich "Abgeschleppt" als typischer Fall der Reihe: Hauptstadtflair, Berliner Schnauze und Garbers DDR-Erinnerungen treffen auf familiäre Abgründe, mafiöse Unterweltkultur und soziale Konflikte. Bei aller Routine und Vorhersehbarkeit: Auch im mittlerweile vierten Jahrzehnt bleibt "Ein starkes Team" ein routinierter, bodenständiger Krimi mit grandiosem Gespür für Milieus und Figuren.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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