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Aus Angst vor Konsequenzen

Wegen ihrer Mutter? "Rosenheim-Cops"-Star Karin Thaler litt zehn Jahre an Herzrhythmusstörungen

Veröffentlicht:

von Anna Tiefenbacher

So geht es Karin Thaler wirklich gesundheitlich.

Bild: IMAGO / STAR-MEDIA, Adobe Stock


Als Marie Hofer begeistert sie seit einem Vierteljahrhundert die Fans der "Rosenheim-Cops". Am Set hat Karin Thaler jedoch zeitweise ganz schön gelitten. Was das mit ihrer Mutter zu tun hat, verrät sie im Podcast ihrer ehemaligen Serien-Kollegin Marisa Burger.

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Karin Thaler hat mehrmals heimlich ein EKG getragen

Karin Thaler hatte es nicht einfach: Ihre Mutter war manisch-drepressiv und spielsüchtig. Die Schauspielerin rutschte dadurch unbemerkt in eine Co-Abhängigkeit, half die Krankheit ihrer Mutter zu verstecken - sogar vor der eigenen Familie. Hier kannst du die ganze Geschichte lesen: "Ich war Co-abhängig": Karin Thaler über die Suchterkrankung ihrer Mutter

Auch ihren Job als Schauspielerin sah Thaler durch die Zustände zu Hause bedroht: 1993 kam ihre Mutter ins Gefängnis, damals spielte Karin gerade die Rolle einer Kommissarin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. "Ich hatte so Angst, dass meine ganze Karriere zerstört ist", gibt sie im Podcast zu.

Die jahrelange Anspannung hinterließ Spuren. Karin Thaler berichtet, dass sie über zehn Jahre hinweg unter Herzrhythmusstörungen litt - und diese am Set bewusst verschwieg, genauso wie die Erkrankung ihrer Mutter. Die Produktion sollte nichts davon erfahren. Thaler nahm Betablocker, regelmäßig wurde ihr Herz per 24-Stunden-EKG kontrolliert, auch während der Dreharbeiten. Doch die Untersuchungen brachten offenbar keine klare körperliche Erklärung. Umso näher liegt der Schluss, dass die Beschwerden zumindest auch Ausdruck der psychischen Dauerbelastung waren, die sie über Jahre mit sich trug.

Ich musste Betablocker nehmen und bin gefühlt jede dritte Woche mit einem 24-Stunden-EKG rumgelaufen.

Karin Thaler im Podcast "Abendkasse - Kultur in der Clutch"
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Angst um die eigene Gesundheit zu haben und diese Angst dann vor den Kolleg:innen, vor dem Auftraggeber verstecken zu müssen (oder zu glauben, man müsse sie verstecken): das ist natürlich eine enorme Belastung. Gleichzeitig habe ihr Job ihr letzten Endes aber auch geholfen: "Ich habe es geschafft, vielleicht war der Beruf dann doch eine Hilfe. Das Spielen, sich Reinversetzen - ich habe mich damit immer wieder rausgezogen", sagt sie. Karin Thaler hat ein Buch über ihre Geschichte geschrieben und spricht heute offen in Podcasts und Talkshows über ihre Vergangenheit. Diese Offenheit macht hoffentlich auch anderen Mut, über das, was sie belastet, zu sprechen. Sei es die eigene Gesundheit oder die von Menschen, die einem nahe stehen.


Du liebst Serien, die ans Herz gehen?


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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