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Findet er das "One Piece"?

Trafalgar D. Law: Warum er besser ist als Ruffy - aber nicht Piratenkönig werden darf

Veröffentlicht:

von Martin Haldenmair

Wer würde wohl bei einem Kampf 1:1 gewinnen? Trafalgar Law oder Ruffy?

Bild: ©Eiichiro Oda/Shueisha, Toei Animation


Er ist immer oben in den Beliebtheitslisten der Fans, aber nie ganz an der Spitze: Trafalgar Law. Warum er kompetenter und gefährlicher als Ruffy ist und warum er deswegen nicht das "One Piece" erringen darf.

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One Piece

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Der junge Monkey D. Ruffy stellt eine Mannschaft zusammen, um nach dem legendären Schatz One Piece zu suchen. Die Strohhutpiraten erleben auf ihrer Jagd jede Menge Abenteuer.

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Trafalgar D. Water Law: Der Anti-Ruffy

Was für ein erster Auftritt! Als Law auf dem Sabaody Archipel in Erscheinung trat, überstand er nicht nur Raleighs Königshaki, sondern stellte sich danach einer angreifenden Marineeinheit in den Weg und verschaffte Ruffy so einen Vorsprung. Von einem Mitglied der "Schlimmsten Generation" können wir natürlich Kampffähigkeiten erwarten, aber solch taktisches Geschick und solche Skrupellosigkeit wie bei Trafalgar hatten wir bis dahin noch nicht gesehen.

Seine Teufelskraft ist auch in der schwächsten Form beeindruckend: Mit dem Wort "Room" erzeugt er eine Sphäre um sich herum, innerhalb derer er frei "operieren" kann: Er kann Dinge herumwirbeln lassen, mit ihnen den Platz tauschen - und auch Körper blutlos zerteilen und deren Stücke neu zusammenpuzzeln. Sogar jemandem das Herz entfernen kann er. Der so Beraubte bleibt zwar am Leben, aber natürlich nur so lange dem Herz, das Law nun einfach so mit sich herumtragen, einlagern oder verschenken kann, nichts geschieht.

Seine Kräfte sind im Grunde das Gegenteil von Ruffys: Trafalgar operiert, was Präzision und Überlegung erfordert. Wer von seinen Kräften erfasst wird, läuft vielleicht für den Rest seines Lebens als groteske Kunstinstallation durch die Gegend. Ruffy ist ein Gummiball aus Chaos, erst recht, seit seine Teufelsfrucht erwacht ist. Ruffy verfolgt keine große Strategie - er haut seinen Gegnern auf die Glocke, bis Ruhe ist. Bleibende Schäden sind dabei selten. Chancen hätte ich gegen keinen der beiden, aber ich weiß, gegen wen ich lieber verlieren möchte.


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Verbündeter, Freund oder Feind?

Hat Ruffy überhaupt Pläne? Nein, das "One Piece" zu finden und dabei einfach mal so lange herumzusegeln und Leuten auf die Glocke zu geben, bis er es gefunden hat, ist kein Plan! Das ist einfach nur der Startpunkt für seine tausenden von Abenteuern, worüber ein Fan wie ich natürlich dankbar ist. Trafalgar Law scheint wiederum nur aus Plänen zu bestehen. 13 Jahre lang arbeitete er daran, Do Flaminngo zu stürzen und war schließlich erfolgreich.

Was hat Trafalgar nun für Pläne mit Ruffy? Wohl von Anfang an sah er Ruffy als nützlich für seine Do-Flamingo-Aktion an. Sie sind sogar ein offizielles Bündnis eingegangen, das nach dem Sieg über Kaido ein Ende gefunden hat. Wird er nun zum Gegenspieler? Hat er weitere geheime Pläne, bei denen er Ruffy braucht? Oder hat er vielleicht doch freundschaftliche Gefühle für den Strohhut und seine Bande entwickelt, auch wenn er sich sehr bemühte, immer genervt zu wirken? Bei Law kann man sich nicht so ganz sicher sein. Das ist das Problem bei diesem "Chirurgen des Todes": Er ist zu sehr in seinen eigenen Plänen gefangen.

Warum Ruffy die Welt verändert und Trafalgar nicht

Halten wir fest: Trafalgars Teufelskraft ist schon mal viel spannender als Ruffys und zumindest anfangs viel mächtiger. Er kennt sich wesentlich besser auf der Welt aus und weiß, wer welchen Einfluss hat. Er ist ein Stratege und plant voraus, während unsere Strohhüte am liebsten gerne ins Blaue segeln, ganz egal, wem sie dort begegnen. Im Grunde hätte er wohl die besten Chancen, aus dem ganzen Durcheinander als Sieger hervorzugehen und Piratenkönig zu werden, doch das darf er nicht. Das wäre eines der dümmsten möglichen Enden.

Trafalgar ist im Grunde nur ein kleines bisschen anders als diejenigen, die aktuell an der Macht sind, wenn auch ein bisschen cooler. Für ihn zählen die Starken, er möchte Verbündete - keine Freunde. Er hilft nur, wenn es seinen eigenen Zielen nützt. Ruffy dagegen ist nicht nur von wahrem Freiheitsgeist erfüllt, er hilft auch Leuten einfach nur deswegen, weil sie gerade Hilfe brauchen. Und mit dieser unverdorbenen Menschlichkeit haben er und seine Crew auf ihrer Reise die Welt schon ziemlich auf den Kopf gestellt. Wenn jemand es schaffen wird (wenn auch vielleicht unabsichtlich), die Welt von "One Piece" wirklich zu verändern, dann Ruffy.

Kurz: Trafalgar Law ist, wie viele Träger des "D." im Namen, ein besonders unbändiger Geist, aber trotzdem würde er keine Veränderung bringen. Darum darf er das "One Piece" nicht finden.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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