zur Joyn Startseite

Prägende Zeit

"Vermisse den Zusammenhalt": "Promi Big Brother"-Bewohner Redo öffnet sich über seine DDR-Vergangenheit

Veröffentlicht:

von Peter Falan Picha

Promi Big Brother - Die Late Night Show

Redo kämpft mit den Tränen: So emotional ist er nach seinem Exit!

Videoclip • 19:21 Min • Ab 12


Redo hat seine ersten beruflichen Anfänge in der DDR als Angestellter gemacht. Nach seinem "Promi Big Brother"-Exit lässt er die Zeit Revue passieren und spricht im Interview über damalige Fluchtgedanken und Dinge, die er inzwischen vermisst.

- Anzeige -
- Anzeige -

DDR: Redo vermisst das Miteinander

Nach seinem "Promi Big Brother"-Auszug öffnet sich der 57-Jährige über sein leben in der DDR (Deutsche Demokratische Republik). Im Gegensatz zu vielen anderen Leuten erinnert er sich an viele positive Momente. "Es war eine tolle Zeit", erzählt er Joyn im Exit-Interview.

Vor allem das ungezwungene Miteinander vermisse der Unternehmer. "Wir hatten in der DDR nur uns Menschen. [...] Wir haben uns sehr oft geholfen", erklärt der Kult-Gastronom. Dabei sei es "nicht nur immer um das Geld", wie es in seinen Augen heute der Fall ist. Ein Besipiel: Für besonderes Bier, dass Redo aus dem Westen in seiner Gastro ausschenkte, "gab's dan mal ein paar Dachziegel". Heute könne er sich einen solchen Tausch kaum noch vorstellen, da "alle sehr geldgetrieben" seien.

Dieses Wir-Gefühl ist in der Zeit verloren gegangen. Das vermisse ich wirklich.

René "Redo" Dost

Promi Big Brother

Promi Big Brother

In dieser Show tauschen Promis das Leben auf dem roten Teppich gegen die totale Überwachung aus. Um zu bleiben, gilt es tägliche Herausforderungen zu meistern.

Verfügbar auf Joyn

- Anzeige -
- Anzeige -

Raus aus der DDR? Redo öffnet sich über Fluchtgedanken

Trotz der guten Erinnerungen habe er damals "über die Flucht nachgedacht" - vor allem nachdem seine Schwester in den Westen geflüchtet sei. neben der Familie sei weiterer Grund gewesen, dass er sich dort eine bessere Karriere erhoffte. "Selbstständigkeit war immer ein Thema", erklärt er. Damit wollte er aus dem Angestelltenverhältnis herauskommen.

Auch ohne Flucht ist Redo diesem Bedürfnis später nach einem besseren Berufsleben später nachgekommen. Als die Mauer gefallen ist, habe der gebürtige Henningsdorfer direkt seinen damaligen Job gekündigt - auch ohne direkt "was Neues" in Aussicht zu haben. "Weil ich gewusst habe, jetzt kann ich mich selbstständig machen", so der Gastronom.

Promi Big Brother - Die Late Night Show

Promi Big Brother - Die Late Night Show

Jochen Bendel lädt täglich im Anschluss an "Promi Big Brother" live zu "Promi Big Brother - Die Late Night Show" ein und präsentiert exklusive Live-Bilder aus Deutschlands prominentester Wohngemeinschaft.

Verfügbar auf Joyn

So hat Redo den Mauerfall erlebt

Den historischen Moment hat der Ex-"Promi Big Brother"-Bewohner 1989 nicht live vor Ort miterlebt. Beinahe hätte er ihn sogar verpasst, wie er in einem Video auf seinem Facebook-Account erzählte. Als er mit seiner damaligen Partnerin im Bett lag, sei der Fernseher nebenher gelaufen. Plötzlich habe er auf dem Bildschirm gesehen, wie "irgendwelche Leute auf der Mauer stehen, übelst abfeiern und sagen: 'Die Mauer ist auf'".

Sein Gedanke bei diesen Bildern: "Ich glaub das alles nicht." Deshalb wollte "er was Verrücktes machen" und sich selbst überzeugen. Mitten in der Nacht habe er sich "in seinen Trabi gesetzt" und ist nach Spandau gefahren. Die Angst vor einer Festnahme beschäftigte ihn durchweg. Erst als er dann in dem Bezirk auf Menschen traf, die frisch die Grenze überschritten hatten, konnte er diesen "Fiebertraum" fassen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken