Kurzes Intermezzo
Roswitha Szyszkowitz privat: Das ist die berühmte Schwester des Ex-"Tatort"-Stars
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von teleschauEin rätselhafter Fall für Stefanie Gschnitzer (Roswitha Szyszkowitz) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) in "Tödliche Souvenirs". Bei jedem Ermordeten finden die Ermittler:innen eine Schneekugel.
Bild: ARD Degeto / RBB / ORF
Roswitha Szyszkowitz harmonierte als Ermittlerin blendend mit dem Wiener "Tatort"-Kommissar Moritz Eisner. Trotzdem war ihre Karriere als Stefanie Gschnitzer schnell wieder beendet. Ihren Beruf als Schauspielerin hat sie längst hinter sich gelassen - im Gegensatz zu Schwester Aglaia.
"Wir fahren im Ferrari nach Innsbruck", sagt Major Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) entschlossen. "Was machen wir?", fragt seine Kollegin Stefanie Gschwitzer (Roswitha Szyszkowitz) verblüfft, als dieser in den Sportwagen eines soeben verhafteten Hoteiliers einsteigt. "Quatsch nicht, steig ein!", knurrt Eisner. "Na, du bist gut", erwidert sie.
Mit diesem Dialog endet das kurze Gastspiel der Schauspielerin Roswitha Szyszkowitz im Wiener "Tatort". In zwei Folgen spielte sie die Innsbrucker Gruppeninspektorin im Jahr 2002, dann war wieder Schluss. "Tödliche Souvenirs", der am 16. Juni im Bayerischen Rundfunk läuft, ist ihr letzter Fall.
Roswitha Szyszkowitz: Ausstieg mit 35
Wenig überraschend, wenn man sich den Lebenslauf der 1972 in Hannover geborenen Schauspielerin anschaut. Denn sie hängte bereits 2007, im Alter von 35 Jahren, die Schauspielerei an den Nagel. Stattdessen studierte sie Lehramt an der Pädagogischen Hochschule Wien und arbeitet seit 2010 als Lehrerin. Roswitha Szyszkowitz hat drei Kinder.
Ihre vier Jahre ältere Schwester ist hingegen aus der Film- und Fernsehbranche kaum wegzudenken. In mehr als 100 Produktionen wirkte sie bisher mit. Ob an der Seite von John Malkovich im Kinofilm "Klimt", als Kommissarin Jenny Berlin in der gleichnamigen ARD-Serie oder in der Filmreihe "Billy Kuckuck", in der sie seit 2018 eine Gerichtsvollzieherin spielt. Ihr Name: Aglaia Szyszkowitz.
Die Szyszkowitz-Schwestern haben polnisch-kroatische Wurzeln
Als wäre der Nachname der Geschwister nicht schon komplex genug, setzt die älteste Tochter einer Psychotherapeutin und eines Unfallchirurgen noch einen drauf. In einem Interview mit "Focus" erklärte die Schauspielerin, was es mit ihrem Familiennamen auf sich hat.
"Der Name hat einen polnischen Ursprung. Mein Urgroßvater ist damals von Schlesien nach Kroatien gezogen", erläuterte sie. Der Vorname Aglaia wiederum stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt "Glanz" und "Schönheit". "Mein Großvater wurde in Kroatien geboren. Er hat sich sein ganzes Leben lang an die warme Mittelmeer-Küste zurückgesehnt", ergänzte die Schauspielerin gegenüber dem "Focus". Ihr Urgroßvater war kaiserlicher Beamter und musste nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach Graz flüchten.
Kein Wunder, dass sich Aglaia Szyszkowitz selbst als "Multi-Kulti-Mensch" sieht. Hinzu kommt noch eine deutsche Großmutter - und ihr deutscher Ehemann Marcus Müller, mit dem sie seit 1992 verheiratet ist. Die beiden haben zwei erwachsene Söhne: Frederic und Samuel.
Seit 1995 ist Aglaia Szyszkowitz in Film und TV präsent
Ihr Fernsehdebüt hatte Szyszkowitz mit 27 in einer kleinen Nebenrolle in der Serie "Jede Menge Leben". Ihre erste große Rolle spielte sie 1997 als Patricia in dem Thriller "Buddies - Leben auf der Überholspur" an der Seite von Jürgen Vogel. In dieser Phase war sie auch längst als Theaterdarstellerin etabliert. Eine regelmäßige Rolle hat sie derzeit in der Krimiserie "Der Altaussee-Krimi" als Frau des Dorfpolizisten Franz Gasperlmaier.
Vor etwa fünf Jahren geriet die viel beschäftigte Schauspielerin in eine gesundheitliche Krise. Das verriet sie 2023 in einem Interview mit dem Magazin "Steirerin". "Begonnen hat es mit einer Art Bandscheibenvorfall und dann hatte ich eine Zeit lang mit Themen wie Angst und Panik zu kämpfen und musste mir einiges einfallen lassen, um das wieder in den Griff zu bekommen."
Hinzu kamen private Herausforderungen: Ihre beiden Söhne waren nun erwachsen, und in ihrer Ehe kam es zu einer vorübergehenden Trennung. Aglaia Szyszkowitz nahm 2022 eine weitgehende Auszeit und machte eine Psychotherapie. Daraus kam die Darstellerin gestärkt zurück. Ihre Erlebnisse fasste sie im Buch "Von der Rolle" (2023) zusammen. Übrigens hat sie auch mit Roswitha und ihrer anderen Schwester Gwendolin ein Buch verfasst: ein Kinderbuch mit dem Titel "Schmutz, sagt der Utz, ist der beste Sonnenschutz".
Neues Lebensmodell und neue Krimirollen
Mittlerweile hat sich Aglaia Szyszkowitz mit ihrem Mann auf ein neues Beziehungsmodell geeinigt. "Wir möchten unsere Beziehung reflektieren und vielleicht in eine neue Form überführen, sodass wir nicht mehr das 'klassische Ehepaar' bleiben, sondern jeder für sich mal eigene Schritte macht", erklärte sie im Februar 2025 gegenüber "Bild". Mittlerweile wohnt sie wieder in ihrer Heimatstadt Graz. Das gemeinsame Familiendomizil in München gibt es aber nach wie vor.
Zuletzt stand die Schauspielerin für je zwei Episoden von "Die Toten von Salzburg" und "SOKO-Chef Ingo Thiel" vor der Kamera. Die Produktionen werden voraussichtlich im Herbst 2026 beziehungsweise im Jahr 2027 ausgestrahlt.
"Tatort - Tödliche Souvenirs" läuft am Dienstag, 16. Juni um 20:15 Uhr im Bayerischen Rundfunk. Zur selben Zeit ist der Krimi von 2002 im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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