Wahre Begebenheit
"Steirerwahn": Dieses skurrile Ritual aus dem neuen Landkrimi gibt es wirklich
Aktualisiert:
von teleschauAus Tradition: Die Mitglieder des Apfelbrenner-Bundes stellen Apfel-Edelbrand nach einem geheimen mittelalterlichen Rezept her. Dazu gehören auch bestimmte alte Rituale.
Bild: ARD Degeto Film/ORF/Allegro Film/Stefan Robitsch
Seit 2014 ermittelt Hary Prinz in der "Landkrimi"-Reihe in der Steiermark, seit 2021 an der Seite von Anna Unterberger. In ihren Fällen werden sie immer wieder mit regionalen Besonderheiten und Skurrilitäten konfrontiert. So auch im 13. Fall "Steirerwahn".
Schau "Steirerwahn" kostenlos im ARD-Livestream auf Joyn
Darum geht es im Krimi "Steirerwahn"
Ob abgehobene Adelige oder volkstümliche Musikanten: Sascha Bergmann (Hary Prinz) und Anni Sulmtaler (Anna Unterberger) vom LKA Graz können sich als Ermittlerteam des von ORF und ARD produzierten "Landkrimi"-Ablegers aus der Steiermark nicht über mangelnde Abwechslung beschweren. Bei ihrer Arbeit tauchen sie immer wieder in unbekannte Welten ein.
In "Steirerwahn" ist das die Welt der Schnapsbrenner. Allerdings eines ganz besonderen Edelbrandes aus Äpfeln, dessen mittelalterliches Rezept nur die zehn Mitglieder eines besonderen Bundes kennen. Und irgendjemand hat es auf die Männer abgesehen, wie es scheint. Denn einer nach dem anderen fällt einem tödlichen Brandanschlag zum Opfer ...
Feuerangriffe durch Drohnen
Das erste Opfer, zu dem Bergmann und Sulmtaler gerufen werden, ist der Landwirt Huber. Er war der Brandmeister des besagten Bundes und wurde von dem Täter oder der Täterin bei lebendigem Leib in Brand gesetzt. Die Vermutung, dass er oder sie mit einer Drohne gearbeitet hat, scheint sich zu bestätigen, als mit einer solchen der Jägerhochsitz abgefackelt wird, auf dem sich der Brenner Robert Käfer befindet. Auch er kommt zu Tode.
Der erste Verdacht fällt auf den als Brandstifter im Ort bekannten Dominik Bilic, dann aber auch auf all jene in der Gegend, die eine Drohne besitzen. Die Schwester von Johannes Lauber etwa. Auch er war einer der Brenner und kam vor einer Weile durch einen Unfall beim Herstellen des Edelschnapses ums Leben. An die Unfalltheorie allerdings glaubt seine Schwester Petra (Jaschka Lämmert) nicht.
Ebenfalls eine Drohne besitzt der Männerbund selbst. Bedienen können sie zwei von ihnen, darunter ihr inoffizieller Anführer, der lautstarke und dominante Reinhard Posch (Harald Krassnitzer) ...
Es ist was faul im Bund der Apfelbrenner
Bergmann und Sulmtaler finden schnell heraus, dass der Bund der Apfelbrenner, die sich gelegentlich mittelalterliche Mönchskutten überwerfen und Fackeln entzünden, mehr als nur ein harmloser Verein ist. Das Geschäft mit dem nur einmal im Jahr im Verborgenen prouzierten Edelbrand ist kein Hobby, sondern extrem lukrativ und damit eine ernste Angelegenheit.
Sie sind das Vorbild der "Apfelmänner" im Film
Männer, die nur einmal im Jahr einen besonderen Schnaps nach geheimem uraltem Rezept brennen und dabei in mittelalterliche Kostüme werfen: Das ist nicht etwa der reinen Fantasie der "Steirerwahn"-Autorin Claudia Rossbacher entsprungen, auf deren Roman der ARD-Krimi beruht. Der fiktive Ort, in dem der Film spielt, heißt Puchweizing. Eine Anspielung auf das reale Dorf Puch bei Weiz an der Steirischen Apfelstraße. Es ist die größte Obstbaugemeinde Österreichs. Hier gibt es tatsächlich "Apfelmänner": 23 Herren, die jedes Jahr einen besonderen, limitierten und entsprechend teuren Apfelbrand brennen. Sein Name: Abakus.
Der Abakus ensteht nach strengen Regeln
In einem geheimnisvollen Ritual begeben sich die Brenner einmal im Jahr in eine Klausur, um den Edelbrand herzustellen, nachts im Dunkeln, gehüllt in besagte Mönchskutten. Nur die "Apfelmänner" kennen seine Rezeptur und das geheime Regelwerk zu seiner Herstellung. Nur die besten Äpfel dürfen verwendet werden, jedes Jahr eine andere Sorte. Zu den Riten der Brenner bei der Produktion des Edelbrandes gehören Schweigen, Läuterung und die Wiederholung des Regelwerks.
Der Abakus ist streng limitiert. Genau 1444 Flaschen werden in jedem Jahr destilliert. Der Grund dafür soll das Gründungsjahr der Kirche von Puch sein - 1444. Insgesamt ein Jahr lang muss der Abakus reifen, eher er mit Siegel verkauft wird. Um die 100 Euro kostet eine Flasche des Edelbrandes. 1444 mal 100 Euro? Menschen haben schon für weniger gemordet ...
Lust auf noch mehr Krimis?
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
Mehr entdecken

Seit seiner Jugend vor der Kamera
Mit süßen 18 Jahren: So anders sah Matthias Schweighöfer früher aus

Persönliche Einblicke
Mark Keller und Rebecca Immanuel: Ihr ergreifendster Moment am Set

Der perfekte Bond zur falschen Zeit
Darum musste Pierce Brosnan jahrelang auf seine Bond-Rolle warten

Harsche Kritik
Fans beschweren sich über schlechte Tonqualität beim "Tatort"

Interview mit einer Mörderin
Marlene Lufen spricht im Podcast mit einer verurteilten Mörderin

Unvergessliche Begegnung
"Viel zu großer Fan": Daniel Boschmann trifft Hollywood-Ikone

