Der perfekte Bond zur falschen Zeit

Darum musste Pierce Brosnan jahrelang auf seine "James Bond"-Rolle warten

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von Malika Baratov

Pierce Brosnan wurde 1995 mit "GoldenEye" zu James Bond. Damals an seiner Seite: Famke Janssen (l.)und Izabella Scorupco (r.)

Bild: picture alliance / Everett Collection


Pierce Brosnan hätte schon in den 1980er-Jahren James Bond sein können. Doch sein großer Serienerfolg funkte dazwischen. Warum der Schauspieler trotz perfekter Voraussetzungen zunächst leer ausging und wie er Jahre später doch noch 007 wurde.

Während Brosnan (72) als charmanter Titelheld in der TV-Serie "Remington Steele" zum Publikumsliebling wurde, suchten die "James Bond"-Produzent:innen nach einem Nachfolger für Roger Moore (†89). Die Voraussetzungen hätten gestimmt, doch ein laufender Vertrag band den Schauspieler ans Fernsehen.

Wie das Portal "Serienjunkies.de" berichtet, wollte das verantwortliche Network Brosnan nicht freigeben. "Remington Steele" hatte ihn in den 1980er Jahren international bekannt gemacht. Zwar wurde die Serie zunächst eingestellt, doch starke Einschaltquoten bei Wiederholungen führten zu einer überraschenden Rückkehr. Fans forderten neue Folgen - und der Sender reagierte. Für Brosnan bedeutete das: 007 musste vorerst warten, die "James Bond"-Macher:innen sahen sich gezwungen, umzuplanen.


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Der späte Durchbruch als 007

Erst Jahre später, als seine TV-Verpflichtungen endgültig ausgelaufen waren und erneut ein neues Gesicht für James Bond gesucht wurde, kam es zur späten, aber umso bedeutenderen Premiere. 1995 schlüpfte Brosnan in "GoldenEye" erstmals in die Rolle des britischen Geheimagenten und verhalf der Kultfigur nach längerer Pause zu einem modernen Neustart.

Auch wenn Pierce Brosnan bis heute eng mit der Spionage-Reihe verbunden wird, blieb er nie auf diese Rolle festgelegt. Nach seinem 007-Debüt übernahm er zahlreiche weitere Film- und Serienprojekte, darunter Auftritte in Produktionen wie "The Son" oder "MobLand".

Pierce Brosnan denkt nicht ans Aufhören

An Ruhestand denkt der Schauspieler auch mit 72 Jahren nicht. Kürzlich sagte er im Interview mit der britischen Internet-Zeitung "The Independent": "Ich bin 72, die Zeit vergeht für mich und ich spüre es ticken. Ich bin diesen Weg schon lange gegangen, aber was sollte ich anderes tun, als wirklich das Leben und die Zeit zu leben, die mir bleibt?" Für Brosnan steht fest: Die Leidenschaft für die Schauspielerei bleibt und damit auch der Wunsch, weiterhin auf der Bühne und vor der Kamera zu stehen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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