Mit Sonnenbrille, Anzug und Blitzdings
"Men in Black": So wurde die Filmreihe zum Kult
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von Antje WesselsLara Flynn Boyle, Will Smith und Tommy Lee Jones (hinten) stehen im Zentrum der Handlung von "Men in Black 2".
Bild: Allstar
Vier Teile, eine Serie und schon ganz bald ein neues Kinoabenteuer: Die "Men in Black"-Filme begeistert Fans seit Jahrzehnten. Doch warum eigentlich? Kino-Expertin Antje Wessels hat den Hype um die Sci-Fi-Saga genauer beleuchtet und verrät, was zum geplanten Reboot bekannt ist.
Seit den späten Neunzigern verbinden die "Men in Black" Science-Fiction, Action und Humor zu einer eigenständigen Popkultur-Marke. Mit einer Mischung aus Agenten-Vibes, außerirdischem Alltag und lakonischem Witz hat die Reihe nicht nur ikonische Figuren und Bilder hervorgebracht. Darüber hinaus hat sie den Blick darauf geprägt, wie Mainstream-Kino das Fantastische in die moderne Welt einbettet. Hinter Sonnenbrillen und schwarzen Anzügen verbirgt sich dabei mehr als nur Effektkino. Ein Ansatz, der die Filme bis heute erinnerungswürdig macht und den Grundton für alles Weitere in der Saga setzt.
Von "Men in Black" bis "Men in Black: International"
Die "Men in Black"-Filme erzählen von einer geheimen Organisation, die auf der Erde lebende Außerirdische überwacht und das Wissen der Menschheit über deren Existenz kontrolliert. Im ersten Film wird der Polizist James Edwards (Will Smith) rekrutiert und dem erfahrenden Agenten Kevin Brown (Tommy Lee Jones) an die Seite gestellt. Als Agent J und Agent K werden sie beauftragt, eine außerirdische Bedrohung abzuwehren, die die Tarnung der Galaxie auf der Erde gefährdet.
In den Fortsetzungen wird dieses Grundkonzept erweitert: Agent J muss die Erinnerung von Agent K wiederherstellen, um eine neue intergalaktische Gefahr zu stoppen. Später reist er sogar in die Vergangenheit, um den Lauf der Geschichte zu korrigieren und das Fortbestehen der Men in Black zu sichern. Das 2019 erschienene Spin-Off "Men in Black: International" verlagert den Fokus schließlich auf ein globales Netzwerk der Organisation und neue Agenten, die einer Bedrohung nachgehen, die aus den eigenen Reihen zu stammen scheint.
Über alle Filme hinweg verbindet die Saga abgeschlossene Bedrohungsszenarien mit der fortlaufenden Frage, wie Ordnung im kosmischen Chaos bewahrt werden kann - und welchen Preis Geheimhaltung, Loyalität und Vergessen dafür haben.
Will Smith im ikonischen "Men in Black"-Look
Wurde bereits für den neuen "Men in Black"-Film angefragt: Will Smith.
Bild: Mary Evans
Die Bildsprache der "Men in Black"-Filme
Die Optik der "Men in Black"-Reihe ist geprägt von strenger Reduktion und klaren visuellen Kontrasten. Zentrales Motiv sind die schwarzen Anzüge mit weißem Hemd, schwarzer Krawatte und dunkler Sonnenbrille, die Uniformität, Anonymität und Autorität zugleich vermitteln. Diese Kleidung macht die Agenten zu funktionalen Figuren, die weniger als Individuen, denn als Teil eines Systems erscheinen.
Der visuelle Stil verbindet sterile, bürokratische Räume mit futuristischer Technologie. Schlichte Büros, unterirdische Hauptquartiere und nüchterne Architektur stehen im Kontrast zu organischen, oft grotesken Alien-Designs. Wiederkehrende Requisiten wie der Neuralyzer, futuristische Waffen oder unscheinbar wirkende Hightech-Gegenstände unterstreichen die Idee, dass das Außergewöhnliche im Alltäglichen verborgen liegt. Farblich dominieren Schwarz, Weiß und Grau, gelegentlich durchbrochen von grellen Alien-Farben, was den Kontrast zwischen Ordnung und Chaos verstärkt. Insgesamt entsteht eine Bildsprache, die Coolness, Geheimhaltung und Ironie vereint und die Men in Black sofort als visuell geschlossenes, ikonisches Filmuniversum erkennbar macht.
Wissen Sie, was der Unterschied zwischen uns beiden ist? Bei mir sieht das Outfit cool aus.
Der Kult um die "Men in Black", über die Filme hinaus
Mit ihrem klaren Konzept, dem zugänglichen Humor und den markanten Figuren wurden die "Men in Black"-Filme zu Klassikern. Bis heute sind die Sci-Fi-Abenteuer weit über die Filme hinaus bekannt und beliebt. Der trockene Witz, die lakonische Haltung der Agenten und die konsequente Geheimhaltungslogik schufen eine eigene Tonalität, die sich leicht zitieren und wiedererkennen lässt. Diese Popularität ermöglichte eine Ausweitung der Marke über die Kinofilme hinaus. Besonders prägend war die animierte "Men in Black"-Fernsehserie, die Ende der Neunzigerjahre das Universum vertiefte und im Stil der Filme neue Fälle erzählte. Hinzu kamen Videospiele, Comics, Merchandise und musikalische Bezüge, die die Figuren und Motive im kollektiven Gedächtnis verankerten. Durch diese mediale Präsenz wurde "Men in Black" weniger als abgeschlossene Filmreihe wahrgenommen, sondern als fortlaufendes Popkultur-Phänomen, dessen Grundidee - eine geheime Ordnung hinter der sichtbaren Welt - immer wieder neu aufgegriffen, variiert und an unterschiedliche Medien angepasst werden konnte.
"Men in Black" zurück im Kino: Was wir schon über den neuen Film wissen
Sony Pictures hat offiziell die Arbeit an einem neuen "Men in Black"-Kinofilm bestätigt. Für das Drehbuch wurde der "Bad Boys for Life"-Autor Chris Bremner verpflichtet, der die nächste Geschichte der Sci-Fi-Comedy-Reihe ausarbeiten soll. Regisseur und Besetzung stehen bislang noch nicht fest. Auch konkrete Handlungsdetails wurden offiziell noch nicht bekanntgegeben.
Ein zentrales Gesprächsthema ist die mögliche Rückkehr von Will Smith als Agent J: Sony plant, ihm den fertigen Drehbuchentwurf als einem der ersten zu zeigen - in der Hoffnung, dass er seine ikonische Rolle erneut übernimmt. Ob als Hauptfigur oder in einer anderen Funktion ist noch offen. Smith selbst ist noch nicht offiziell verpflichtet. Seine Entscheidung hängt offenbar davon ab, ob ihm das Skript zusagt. Da das Projekt sich noch in einer sehr frühen Phase befindet, sind Starttermin, der weitere Cast und Produktionsdetails derzeit unklar. Aber die Initiative zeigt Sonys Interesse, die bekannte Franchise-Reihe mit frischen Ideen und möglicherweise alten Stars weiterzuführen.
Weitere Filme mit Tommy Lee Jones:
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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