Panik-Rock-Legende
Udo Lindenberg und die Liebe: Er eroberte die Herzen der stolzesten Frauen - auch das von Nena
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von teleschauUdo Lindenberg wurde am 17. Mai 2026 80 Jahre alt.
Bild: picture alliance / dpa
Udo Lindenbergs Libido wurde sogar besungen. Klar, von ihm. Mit "Ich bin ein flatterhafter Lindenbaum" oder "Ich brech die Herzen der stolzesten Frau'n". Der Star versetzte viele Damen in romantische Panik, darunter auch eine berühmte Kollegin.
Udo Lindenbergs Leben war eigentlich immer rasant, ruhelos, unstet. Für Ehe, Kinder und ein Häuschen im Grünen war der Sänger nicht geschaffen. Dennoch war sein Leben voller Liebe. Als er am 17. Mai seinen 80. Geburtstag feierte, dürfte Lebensgefährtin Tina Acke an seiner Seite gestanden haben. Mit der Fotografin ist er seit über 30 Jahren zusammen.
Die wichtigste Frau in Udos Leben konnte aber seinen runden Geburtstag nicht mitfeiern. Denn Hermine, Udos Mutter, starb schon 1979 an den Folgen eines Hirntumors. Diese eine Liebe ist unendlich, weshalb Udo ein ganzes Album nach ihr benannte: "Hermine".
Für viele seiner Liaisons schuf er hingegen einzelne Songs.
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Udo Lindenberg verlor seine Unschuld am "Puffmontag"
Die körperliche Liebe entdeckte Udo, damals 17-jähriger Jungspund aus Gronau in Westfalen, wenig spektakulär - und auch wenig romantisch. Udo trommelte damals mit einer Jazz-Kombo im Club eines US-amerikanischen Luftwaffenstützpunktes in Tripolis (Libyen). Und zwar jeden Abend, bis auf Montag. "Es war Puffmontag", erinnerte sich Lindenberg in seiner Autobiografie "Panikpräsident". Die Jungs nahmen den "Kleinen" mit. Der erinnerte sich: "Jeder Griff der nicht mehr ganz jungen Akkordarbeiterin saß." Das erste Mal dauerte nicht lange.
Dann kam "das Mädchen aus Ost-Berlin". Der Musiker nutzte die sich 1973 ergebende Möglichkeit, dass Wessis für Tagesbesuche in den Ostteil Berlins reisen durften. Er verguckte sich auf der Friedrichstraße in eine Frau, Manuela aus Pankow. Die beiden verbrachten ein paar romantische Stunden. Die Liebesnacht fand ein jähes Ende, denn Udo musste "spätestens um zwölf wieder drüben sein", aber sie hatte Folgen: Manuela wurde schwanger. In seiner Autobiografie schreibt Udo von großer Liebe und geschmiedeten Fluchtplänen, aber auch: "Die Liebe zerschellte an der Mauer." Später gab es ein Wiedersehen. 2014 erzählte der 80-Jährige der "BZ", dass er "sein Mädchen aus Ost-Berlin" noch immer ab und zu treffe - und auch seinen Sohn, der angeblich Steve heißt.
Udo setzte Manuela ein musikalisches Denkmal: "Wir wollen doch einfach nur zusammen sein" erschien auf dem Album "Alles klar auf der Andrea Doria", das ihm 1973 den Durchbruch bescherte. Mit "Cello" findet sich darauf ein weiteres Lied über eine reale große Liebe. Die habe Jule geheißen, erzählte Udo einmal. Sie sei aber Turmspringerin und nicht Cellistin gewesen. Das mit dem Cello klang aber natürlich poetischer. Die Geschichte um "Cello" und Jule wird auch in dem Film "Lindenberg! Mach dein Ding" aufgegriffen, der 2020 in die Kinos kam.
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Udo Lindenbergs Affäe mit Nena: Das "größte Geheimnis des Showgeschäfts"
Udo verliebte sich gerne und oft. Das meiste geriet nicht an die Öffentlichkeit. Bekannt wurde, dass er in den 1970ern mit Sängerin und Schauspielerin Romy Haag zusammen war. In ihrem Club "Chez Romy Haag" gingen in West-Berlin die Musik-VIPs ein und aus - so auch David Bowie. Der stach Udo dann auch als Lover aus. Dafür schrieb Udo 1977 für Romy deren Single "Liege-Saba". Sie ging mit ihm 1979 auf die "Dröhnland Symphonie"-Tour.
2002 kam etwas heraus, das die "Bild"-Zeitung als das "größte Geheimnis im Showgeschäft" bezeichnete. Udo Lindenberg hatte 1985 eine Affäre mit NDW-Königin Nena! Das plauderten die beiden selbst aus, bei Promotionterminen für Nenas neues Album "20 Jahre - Nena feat. Nena" (2002), das Nenas Comeback begründete und auf dem Lindenberg auch im Duett "Jetzt bist du weg" zu hören ist.
Die Geschichte ihrer geheimen Liaison erzählte Nena 2016 gegenüber dem "Tagesspiegel" so: Sie trafen sich 1985, als Nena von Berlin nach München fliegen wollte, um das Benefiz-Projekt "Nackt im Wind" einzusingen. Am Berliner Flughafen begegnete sie Lindenberg, erstmals in ihrem Leben - und über den Wolken habe es gefunkt. "Es war von der ersten Sekunde an süß, charmant und witzig. Wir haben das alles heimlich durchgezogen."
Nena versteckte sich im Hotelzimmer von Udo Lindenberg
Gelingen konnte ihnen das, weil sich Nena immer wieder verkleidet hatte. Mal habe sie sich als "Haremsdame" getarnt, wie sie 2002 der "Bild"-Zeitung erzählte, mal versteckte sie sich im Kofferraum. Gegenüber dem Tagesspiegel führte sie 2016 weiter aus: "Auf Sylt bin ich nachts in die Hotels geschmuggelt worden, mit einer Decke über dem Kopf, oder war es Timmendorf?" Und wenn "plötzlich der Zimmerkellner reinkam", versteckte sie sich "unter einem Tischchen. Die Tischdecke ging bis auf den Boden."
Manchmal wurde es aber auch brenzlig. Einmal seien sie in London beinahe dem damaligen Chefredakteur der "Bravo" in die Arme gelaufen, als sie nachts zum Rollschuhlaufen wollten, berichtete Nena im "Tagesspiegel". Dennoch: Die Lust am Versteckspiel war größer als die Angst davor, entdeckt zu werden. "Es hat Riesenspaß gemacht", sagte Lindenberg im "Bild"-Gespräch 2002. Rund ein Jahr lang. Dann, so Nena, "wurde es langweilig".
Auch Nena setzte Udo ein musikalisches Denkmal. Für sein Album "Feuerland" coverte er "99 Luftballons", ihren größten Hit. Bei Udo hieß er "98 Luftballons" und war ein Aufruf zu safer Sex: "Hast du etwas Zeit für mich? Ohne Gummi mach' ich's nicht."
Seit 30 Jahren ist Udo Lindenberg in diese Frau verliebt
Seit 30 Jahren scheint Lindenberg Liebesleben ruhiger. Vielleicht das Verdienst von Tina Acke. Sie ist seit Ende der 90er die Frau an seiner Seite. Auch beruflich, weil sie für seine Projekte wie Plattencover oder Bildbände die Fotos macht. Sie lernten sich 1993 kennen, bei einem Konzert. Sie war 16, er 47. Ein Paar wurden sie erst Jahre später. Er förderte ihre Karriere als Fotografin.
Die "Bild" nannte Acke mal Udos "Spezial-Komplizin". Er selbst sagte über sie: "Die Frau, die sehr nah an meinem Herzen wohnt. Sie ist eigenständig, keine Spielerfrau, sondern ebenso im Dienste des Rock'n' Roll und der Fotokunst unterwegs."
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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