Schauspielerin trotz Gegenwind
"Die Toten vom Bodensee"-Star Alina Fritsch hat heimlich Schauspielunterricht genommen - das steckt dahinter
Aktualisiert:
von teleschauAlina Fritsch als Ermittlerin mit dunkler Vergangenheit: Wie sehr ist Luisa Hoffmann noch mit dem Hehler Antonio Zübert verbandelt?
Bild: ZDF/manuelpaul
Ihren ersten Fernsehauftritt hatte sie an der Seite von Uschi Glas. Doch wäre es nach ihrer Mutter gegangen, wäre Alina Fritsch "alles, nur nicht Schauspielerin" geworden. Gut, dass sie sich durchgesetzt hat. Ihr Können zeigt sie unter anderem als Ermittlerin in "Die Toten vom Bodensee".
Ein kniffliger Fall für Kriminalhauptkommissar Micha Oberländer (Matthias Koeberlin), Abteilungsinspektorin Luisa Hoffmann (Alina Fritsch) und ihr Team: Der Geschäftsmann Christoph Wenzel wird von seiner Ehefrau Jana (Adina Vetter), der Geschäftsführerin seiner Firma, erdrosselt aufgefunden. Nach der Tat wurde die Leiche noch bewegt. Warum?
Die Ermittlungen ergeben, dass Wenzel historische Musikinstrumente sammelte und Kunde eines Hehlerrings war. Und dass Luisa Hoffmann ihn von einer früheren Operation als verdeckte Ermittlerin in Wien kannte. Auch der Chef des Rings, Antonio Zübert (Luka Dimić), ist ihr wohlbekannt: Sie ist seine Ex-Geliebte. Ist die versierte Polizistin etwa auch in den aktuellen Fall verwickelt?
Alina Fritsch kannst du heute um 20:15 Uhr in 3sat sehen

"Nemesis" im kostenlosen Livestream
"Ohne die dunkle Seite kann man gar nicht richtig lächeln"
In "Die Messias" zeigt Alina Fritsch ihr ganzes Können als Ermittlerin, die sich mit ihrer dunklen Vergangenheit konfrontiert sieht.
Die Dunkelheit ist etwas, was die österreichische Darstellerin auch privat seit jeher interessiert. "Schon als Kind habe ich griechische Mythologie aufgesogen", verriet sie 2024 in einem Interview mit der "Berliner Morgenpost". "Ich liebe Medea, Medusa und Persephone - Figuren, die in die Dunkelheit geworfen werden." An anderer Stelle sagte die heute 36-Jährige in einem Interview mit der Zeitung "Die Presse": "Ohne die dunkle Seite kann man gar nicht richtig lächeln."
Alina Fritsch kam 1990 in Wien als Tochter des Schauspielpaares Regina Fritsch und Ulrich Reinthaller zur Welt. Das mittlerweile getrennte Paar hat noch eine weitere Tochter, Valetta. "Ich wollte immer Schauspielerin werden", erinnerte sich die Darstellerin im Gespräch mit "Die Presse". "Meine Mutter hat versucht, mir das auszureden, sie sagte: 'Um Gottes willen! Alles, nur nicht Schauspielerin!'"
Alina Fritsch: "Bei Sachen, die mir wichtig sind, fährt die Eisenbahn drüber"
"Ich habe heimlich Schauspielunterricht genommen", verriet Alina Fritsch. "Es war ein harter Weg und ein sehr großer Streit. Aber bei Sachen, die mir wichtig sind, fährt die Eisenbahn drüber. Das kann mir niemand ausreden." Doch warum hatte Regina Fritsch, selbst Burgschauspielerin, eigentlich etwas dagegen? "Es geht in diesem Beruf nicht immer nur ums Talent und Können, sondern genauso oft um Glück und Zufall", argumentierte sie 2015 im "Kurier". "Man wird oft als Ware gehandelt oder als Typ beschränkt, man ist oft nur Schachfigur und allzu oft von Moden abhängig."
Alina Fritsch setzte sich durch. Dennoch wählte sie zunächst eine andere Ausbildung. Von 2010 bis 2013 studierte sie englische Literatur und Schriftstellerei an der University of Warwick im englischen Coventry. "Davor habe ich auch ein Jahr Psychotherapiewissenschaften studiert, und hätte eigentlich auch noch gerne Biologie studiert", erzählte sie 2023 in der "Gala". Seit ihrer Zeit in England ist Alina Fritsch auch als Autorin aktiv: "Ich arbeite an einem Roman und schreibe Gedichte."
Während ihrer Studienzeit nahm sie privaten Schauspielunterricht - und 2011 stand sie erstmals für eine TV-Produktion vor der Kamera: für den Fernsehfilm "Der Winzerkrieg" mit Uschi Glas in der Hauptrolle.
Seit 2023 ermittelte sie sechsmal in "Die Toten vom Bodensee"
Von 2013 bis 2019 war Alina Fritsch vornehmlich als Theaterschauspielerin aktiv. Dennoch folgten weitere Film- und Fernsehrollen. Etwa in "SOKO Donau", der österreichischen Krimiserie "Schnell ermittelt" oder 2020 im TV-Mehrteiler "Freud".
Im Jahr 2023 war die Episode "Nemesis" ihre Startfolge als Ermittlerin Luisa Hoffmann in der ZDF-Serie "Die Toten vom Bodensee". "Sie macht sich nichts aus Rollenbildern - sie ist eine moderne Frau mit einer starken Vergangenheit", zeigte sich Fritsch in einem ORF-Interview von Beginn an begeistert von dieser Rolle. Dennoch war nach sechs Episoden Schluss.
Sie wolle sich künftig anderen Aufgaben widmen, hieß es im Januar 2025 vonseiten des ZDF. So stand Alina Fritsch 2025 an der Seite ihrer Mutter Regina für den Kurzfilm "Blaue Wunder" vor der Kamera. Im Herbst folgten die Dreharbeiten für die ARD-Serie "Tirolerblut", in der sie eine wiederkehrende Rolle hat.
Alina Fritsch privat: Freund und Hunde
Über ihr Privatleben gibt die Schauspielerin nur wenig preis. In der "Gala" verriet sie 2023 immerhin ein paar Details: "Ich gehe gern spazieren: Meine Mutter und meine Schwester haben beide Hunde, die manchmal auch bei mir sind. Und ich tanze wahnsinnig gern. Vor Kurzem habe ich mit Tango angefangen."
Im selben Interview erwähnte Alina Fritsch auch ihren Freund, der ihr einst ein tolles Kompliment wegen ihrer blauen Augen gemacht habe. Ob die beiden aktuell noch zusammen sind, ist nicht bekannt.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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