Neue Staffel 11
"Die Menschen machen die Schweiz unvergesslich": Warum Nicole Bircher der Stoff für "landuf, landab" nie ausgehen wird
Veröffentlicht:
von C3 NewsroomNicole Bircher stellt sich auch in Staffel 11 neuen Herausforderungen in der Schweiz.
Bild: Seven.One
Seit 11 Staffeln ist Nicole Bircher für "landuf, landab" unterwegs und entdeckt die Schweiz aus einer ganz besonderen Perspektive. Was die Moderatorin dabei am meisten berührt, sind jedoch nicht die spektakulären Landschaften oder aussergewöhnlichen Orte – sondern die Menschen, denen sie begegnet. Im Gespräch mit uns erzählt sie von inspirierenden Persönlichkeiten, Momenten voller Mut und davon, weshalb ihr der Stoff für die nächsten Staffeln wohl nie ausgehen wird.
Elf Staffeln, unzählige Kilometer und zahlreiche Begegnungen in allen Landesteilen - trotzdem fällt Nicole Bircher die Antwort auf die Frage nach ihrem schönsten Erlebnis nicht schwer. Nicht ein bestimmter Ort ist ihr besonders in Erinnerung geblieben, sondern die Menschen.
Besonders in Erinnerung bleiben mir immer die Begegnungen mit Menschen, die etwas in mir auslösen – Menschen mit grosser Lebensweisheit, ansteckender Lebensfreude oder einer echten Leidenschaft für das, was sie tun. Solche Menschen inspirieren mich.
Zu ihnen gehören unter anderem Schlossbewohnerin Anja im Schloss Beroldingen in Seelisberg, Pilzexperte Bert Inäbnit in Gstaad oder Sandra Flepp, die in Disentis mit viel Herzblut einen Erlebnisbauernhof aufgebaut hat. Am nachhaltigsten beeindruckte sie jedoch Berufsstrahler Dosi Venzin.
Als ich ihn fragte, ob der Weg über das Geröll nicht gefährlich sei, antwortete er nur: 'Nicole, das ganze Leben ist ein Risiko.' Solche Sätze bleiben mir.
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"landuf, landab" schafft Freundschaften
Über die Jahre sind aus vielen Begegnungen weit mehr als Fernsehgeschichten geworden, verrät die Moderatorin.
Das Schönste an 'landuf, landab' ist, dass aus vielen Begegnungen echte Beziehungen entstehen. Oft kommen wir als Fremde – und gehen als Freunde.
Ehemalige Interviewpartner würden das Team später privat empfangen oder Weihnachtsgrüsse schicken. Für Bircher ist genau das das Erfolgsrezept der Sendung: "Wir zeigen nicht einfach Orte, sondern Menschen. Landschaften sind wunderschön – aber die Geschichten der Menschen machen eine Region unvergesslich."
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Mut gehört für Nicole Bircher dazu
Wer eine Reisesendung moderiert, braucht nicht nur Neugier, sondern manchmal auch eine Portion Überwindung. Dass sie ihre Komfortzone regelmässig verlässt, gehört für Nicole Bircher längst zum Berufsalltag.
Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr eine Kletterszene in der 11. Staffel: Bevor es überhaupt losging, musste sie einen steilen Einstieg hinunterklettern. Kurz davor sprach sie eine Passantin an und fragte ungläubig: "Gehen Sie da wirklich runter?" Als Bircher nickte, folgte prompt die nächste Bemerkung: "Haben Sie gesehen, wie tief das ist?"
Ihre spontane Antwort beschreibt ihre Herangehensweise wohl am besten: "Nein – und ich schaue jetzt auch nicht hin. Sonst habe ich zu viel Zeit zum Nachdenken." Grundsätzlich vertraue sie schliesslich den Menschen, die sie für die Sendung begleitet.
Ich konzentriere mich auf den Moment und denke nicht zu lange darüber nach. Bis heute hat mich dieses Vertrauen noch nie enttäuscht.
Hier die erste Folge der 11. Staffel "landuf, landab" ansehen:
Was Nicole Bircher besonders fasziniert
Besonders fasziniert haben Nicole Bircher die aussergewöhnlichen Berufe, denen sie auf ihrer Reise begegnet. Ganz oben auf ihrer persönlichen Liste steht der Strahler Dosi Venzin.
Er gehört zu den wenigen Menschen in der Schweiz, die diesen Beruf über Jahrzehnte ausgeübt haben. Obwohl er bereits 80 Jahre alt ist, steigt er noch immer zu den Kristallklüften hinauf.
Dass der Aufstieg alles andere als gemütlich werden würde, ahnte sie zunächst nicht. "Am Telefon hatte er den Weg als 'gemütlichen Wanderweg' beschrieben. Vor Ort habe ich schnell gemerkt, dass seine Definition von gemütlich und meine nicht ganz dieselbe ist."
Mich begeistern Menschen, die ihre Berufung mit voller Leidenschaft leben.
Weniger vorstellen könnte sie sich hingegen das Leben als Älplerin. "Ich habe grossen Respekt vor dieser Arbeit. Sie ist wunderschön, aber unglaublich intensiv – sieben Tage die Woche, oft über Monate hinweg. Ich arbeite sehr gerne, geniesse aber auch die Zeit mit meiner Familie oder einen ruhigen Tag am See."
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Nicole Bircher erklärt: Zuhause ist dort, wo Menschen sind
Ob sie sich nach all den Reisen vorstellen könnte, selbst an einen anderen Ort in der Schweiz zu ziehen? Bircher sieht das gelassen.
Ich bin eigentlich gar nicht so ortsgebunden. Ich fühle mich dort zuhause, wo liebe Menschen um mich sind. Nachbarschaft und ein gutes Miteinander bedeuten mir sehr viel.
Wenn sie wählen dürfte, würde sie allerdings immer eine Region am Wasser bevorzugen. Kein Wunder: "Ich bin am Vierwaldstättersee aufgewachsen und durfte den See direkt vor der Haustüre erleben. Das empfinde ich bis heute als grosses Privileg." Eine Region ausschliessen möchte sie jedoch nicht. Jede habe ihren eigenen Charakter und ihre ganz besondere Ausstrahlung.
Wie geht es mit "landuf, landab" weiter?
Auch nach elf Staffeln ist ihre Entdeckungsreise noch lange nicht zu Ende. Im Gegenteil.
Je mehr ich von der Schweiz entdecke, desto mehr merke ich, wie viel es noch zu sehen gibt.
Auf ihrer Wunschliste stehen unter anderem das Baselbiet, das Puschlav, das Kaltbrunnental und das Weisstannental. Ebenso reizt sie die Westschweiz, in der noch viele Geschichten darauf warten, erzählt zu werden.
Denn genau darin liegt für Nicole Bircher der Zauber von "landuf, landab": "Hinter jedem Tal, jedem Pass und jedem Dorf warten neue Menschen, neue Traditionen und neue Geschichten. Deshalb wird mir der Stoff für 'landuf, landab' wohl so schnell nicht ausgehen."
"landuf, landab" Staffel 11 hier anschauen:
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