Im Podcast "M wie Marlene"
"Das war die härteste Zeit in meinem Leben": Marlene Lufen über Demenz-Erkrankung ihrer Mutter
Aktualisiert:
von teleschau, C3 NewsroomModeratorin Marlene Lufen spricht in ihrem Podcast "M wie Marlene - wie gelingt das Leben?" über Themen, die bewegen.
Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress
In ihrem Podcast "M wie Marlene" spricht "SAT.1-Frühstücksfernsehen"-Moderatorin Marlene Lufen immer wieder auch private Themen an. Dazu zählt auch die Demenz-Erkrankung ihrer Mutter. Mit berührenden Worten gibt sie Einblick, wie sie gelernt hat, damit umzugehen. Dabei fließen auch Tränen.
"Das wird eine sehr berührende Episode", sagte Marlene Lufen zum Auftakt der 57. Folge ihres Podcasts "M wie Marlene". Mitten im Gespräch mit Amira Aly stockte ihr die Stimme, als sie über ihre an Demenz erkrankte Mutter sprach.
Die "SAT.1-Frühstücksfernsehen"-Moderatorin kämpfte mit den Tränen - und rührte auch ihr Gegenüber. "Ich heul gleich mit", sagte Aly. "Wenn man Mama ist, wird man so emotional. Das ist doch schön."
Von Montag bis Freitag ab 5:30 Uhr und sonntags ab 9 Uhr
Marlene Lufen über Momente mit ihrer Mutter
Marlene Lufen dachte an ihre Mutter, als Amira Aly berichtete, sie mache die meisten Dinge mit sich selbst aus und habe keinen Gesprächspartner, mit dem sie ihre Gefühlswelt teile. "Ich hab das nicht so", begann die Podcast-Gastgeberin. Denn für sie sei ihre Ansprechpartnerin für Sorgen und Nöte nach wie vor ihre Mutter. "Meine Mutter ist ja dement, trotzdem kann ich mit ihr über solche emotionalen Themen sprechen."
"Sie hat ihre Sprache nicht verloren, sie erkennt uns alle noch, ihre engste Familie, meine Schwester und mich, ihre Enkelchen", erklärte Lufen. Sie schränkte ein: "Ich kann nicht mit ihr darüber sprechen, wie lange sie schon in ihrem Seniorenheim wohnt oder ob sie schon Mittag gegessen hat. Das weiß sie nicht mehr. Aber sie fragt mich nach meinen Kindern, nach meinem Seelenheil, nach meinem Glück. Dann kann ich ganz toll mit ihr reden." Danach musste die 54-Jährige das Gespräch unterbrechen.
"SAT.1-Frühstücksfernsehen"-Star: "Das war die härteste Zeit in meinem Leben"
Das war im Oktober 2025. Auch im Gespräch mit Sängerin und ESC-Teilnehmerin Sarah Engels, die im Juli 2026 bei Lufen im Podcast zu Gast ist, ist die Demenz-Erkrankung von Marlenes Mutter Thema. Gerade die Anfangsphase ihrer Krankheit sei extrem hart gewesen, als ihre Mutter gemerkt habe, dass etwas nicht in Ordnung sei. Heute lebe sie in einem Seniorenheim.
Lufen beschreibt die emotionale Belastung in dieser Lebensphase, in der mehrere private Herausforderungen zusammenkamen, so: "Das war für mich persönlich meine härteste Zeit: die Kinder ziehen zu lassen - auch beide noch am Struggeln, 'was mache ich', 'wer bin ich' - und meine Mama wurde dement." Ihre Mutter habe ihr damals täglich 30 bis 40 Nachrichten geschickt und gefragt, was nun passiere und warum sie im Heim sei.
Die "Promi Big Brother"-Moderatorin hat aus ihrer geschiedenen Ehe mit "Sportschau"-Moderator Claus Lufen die erwachsenen Kinder Frieda und Fritz.
"Ich war nur am Beruhigen, Regulieren und Organisieren - das war die härteste Zeit in meinem Leben", erinnert sie sich und ringt dabei um Fassung. Trotz ihrer privaten Probleme habe sie in dieser Phase weiter beim "SAT.1-Frühstücksfernsehen" moderiert und daneben versucht, ihr Privatleben zu meistern. Sarah Engels kann ihre Schilderungen gut nachempfinden, da ihre Großmutter auch an Demenz erkrankt sei, wie sie erzählt.
Bei Marlene Lufen hat sich inzwischen "ganz vieles beruhigt". "Meine Kinder haben ihren Weg gefunden und führen beide ein Leben, das sie sehr toll finden und mögen", betont sie. Auch bei ihrer Mutter sei die Situation heute entspannter. Diese sei froh, dass ihr viele Dinge abgenommen würden.
Marlene Lufen: "Bei Mama finde ich den emotionalen Halt"
Im Gespräch mit Amira Aly hatte Lufen im Oktober hervorgehoben, wie wichtig ihr Unterstützung aus ihrem Umfeld sei - und das auch nach wie vor von ihrer Mutter.
"Ich habe das Glück, dass ich mich wahnsinnig wohl fühle in meinem Arbeitsumfeld, meinem Freundeskreis und dass ich da sehr viel bekomme." Das brauche sie auch: "Ich würde eingehen, wenn ich das nicht hätte." Da spiele ihre Mutter die große Rolle. "Bei Mama kriege ich das alles. Diesen emotionalen Halt."
Im Gespräch berichtete Lufen, dass sie "sehr behütet aufgewachsen" sei und "sehr viel Liebe bekommen" habe. Auch habe sie die Liebe ihrer Eltern als glücklich erlebt. "Sie haben sich gestritten, aber ihre Liebe war nie in Gefahr."
Weil es die Eltern vorlebten, habe auch sie gedacht, "es gibt eine große Liebe, die wird mir begegnen und die hält dann für ewig".
Marlene und Claus Lufen trennten sich nach 22 Jahren Ehe
Deshalb habe sie das Ende ihrer Ehe auch "als Scheitern empfunden". Sie habe durchaus die große Liebe gefunden damals, nur sei sie leider nicht für die Ewigkeit gewesen. 2019 trennten sich Marlene und Claus Lufen, nachdem sie jahrelang um ein Happy End gerungen hatten. Sie sei zwar traurig, dass "das mit der Ehe nicht geklappt hat", aber: "Ich bin für mich sehr dankbar, dass ich den Mut hatte. Wir haben lange gekämpft. Und dann ist es ein sehr gesunder Schritt zu sagen: Okay, auch wenn ich diesen Traum habe, aber es ist es eben nicht mehr."
"Promi Big Brother" mit Marlene Lufen ab Staffel 6
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
Mehr entdecken

"SAT.1-Frühstücksfernsehen"-Moderatorin
"Härteste Zeit meines Lebens": Marlene Lufen erklärt Haarausfall

Der Star-Koch im Porträt
Frank Rosins privat: Das ist über Frau und Kinder bekannt

Fahndung
"Aktenzeichen XY ... Ungelöst": Diese Fälle werden in der Sendung am 29. Juli vorgestellt

Zwei letzte Touren
Letzte Folgen beim NDR: So besonders wird der Abschied von Hubertus Meyer-Burckhardt

Der Schauspieler im Porträt
Zwischen Leinwand und Liebe: Hannes Jaenicke über seine Beziehung zu Stephanie Krogmann

Neuer Polit-Talk
Statt Maybrit Illner: ZDF-Talk mit Sarah Tacke - wer ist sie?