Neuer Fall aus Berlin
"Tatort: Erika Mustermann" Vorschau 2. November: Tödliches Spiel mit Fake-Identitäten
Aktualisiert:
von Sylvia LothSusanne Bonard (Corinna Harfouch) und Robert Karow (Mark Waschke, l.) treffen an der Adresse des Toten dessen Bruder Luis (Henry Morales).
Bild: rbb/Schiwago/Hardy Spitz
Nach dem Mord an einem Geflüchteten aus Venezuela stoßen Karow und Bonard auf ein Netz aus falschen Identitäten, Verrat und Angst. Wer hat ihm die Papiere besorgt und warum musste er sterben? Das erwartet dich im neuen "Tatort" aus Berlin.
Am Sonntag, 2. November, läuft der neue "Tatort"
"Tatort: Erika Mustermann": Darum geht es
Ein Berliner Fahrradkurier wird vorsätzlich von einem Auto überfahren und stirbt. Die Kommissare Robert Karow (Mark Waschke) und Susanne Bonard (Corinna Harfouch) wollen den Mord so schnell wie möglich aufklären und stellen fest, dass das Opfer Tomás Rey, ein Flüchtling aus Venezuela, unter falscher Identität in Deutschland lebte. Wer hat ihm die Fake-Identität beschafft und warum wollte ihn jemand aus dem Weg räumen?
Jede Menge Fragen ergeben sich auch aus seinem Verhältnis zu Annika Haupt (Annett Sawallisch), einer Security-Mitarbeiterin bei der Bundesdruckerei, die für den Druck von Banknoten und Ausweisdokumenten zuständig ist. Sie war die Freundin des Getöteten und ist durch ihren Job für die beiden Kommissare sofort verdächtig. Hat sie etwas mit den gefälschten Identitäten zu tun? Immerhin wurde bei dem Mordopfer der Ausweis eines gewissen "Xavier Weberlein" (Hannes Wegener) gefunden. Doch auch sein Bruder Luis (Henry Morales) und ein gemeinsamer Freund, die ebenfalls in Deutschland leben, halten sich hier mit den Papieren von Xavier Weberlein auf. Sie alle haben seine Identität geklaut. Doch wer steckt dahinter? Nach und nach decken die Ermittler:innen einen größeren Plan auf.
Zwischen Schuld und Schweigen
Mit viel Fingerspitzengefühl versucht Kommissarin Bonard, den trauernden Bruder des Opfers, Luis Rey, zum Reden zu bringen. Von wem hat er den Ausweis für seine neue Identität erhalten? Sie macht ihm klar, dass es ihr nicht um seinen Aufenthaltsstatus geht, sondern um die Aufklärung des Mordfalls. Doch Luis schweigt beharrlich, wird die Ermittlerin die wichtigen Informationen aus ihm herausbekommen? Schließlich befürchtet er, in sein Heimatland Venezuela abgeschoben zu werden.
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Bonard und Karow: Schroff und wortkarg
Corinna Harfouch brilliert als knallharte Ermittlerin Susanne Bonard. Vor allem bei Verhören zeigt sie viel Fingerspitzengefühl, wenn es darum geht, Zusammenhänge herzustellen. Das ist auch im aktuellen Fall "Erika Mustermann" ihre große Stärke. Die ursprünglich aus Chemnitz stammende Kommissarin arbeitet in der zweiten Mordkommission des LKA und wohnt mit ihrem Mann Kaya, einem Berliner Richter, und ihrem erwachsenen Sohn im Grünen. Mit ihrem Partner Robert Karow liegt sie - zumindest beruflich - auf einer Wellenlänge.
Mit seinem schroffen Charakter eckt Mark Waschke als Kommissar Robert Karow bei den meisten anderen Kolleg:innen öfter an. Was ihn mit seiner Partnerin Bonard verbindet: Seine schnelle Auffassungsgabe und sein Gespür für das große Ganze. Ihn interessieren keine Einzelschicksale, sondern Zusammenhänge. Das zeichnet das Berliner "Tatort"-Duo, das mittlerweile den fünften Fall gemeinsam löst, aus. Sie verstehen sich ohne viele Worte und tauchen durch ihre Analyse-Fähigkeit oftmals tief in die Gedankenwelt und Organisationen der Kriminalität ein.
Das Berliner "Tatort"-Team
Susanne Bonard (Corinna Harfouch) und Robert Karow (Mark Waschke) ermitteln im Mordfall eines Lieferdienst-Fahrers.
Bild: rbb/Schiwago/Hardy Spitz
Blick hinter die Kulissen
Gedreht wurde die "Tatort"-Episode "Erika Mustermann" vom 7. März bis zum 4. April 2025. Die Außenszenen wurden teilweise direkt vor der Bundesdruckerei in Berlin-Kreuzberg aufgenommen. Aus Sicherheitsgründen durfte nicht im Innengebäude gefilmt werden, sodass einige Räume nachgebaut werden mussten. Hierzu erklärt Produzent Martin Lehwald: "Unser Szenenbild-Department konnte sich daraufhin sehr gezielt an die große Aufgabe heranmachen, die Innenräume der Bundesdruckerei fiktional nachzuempfinden, die möglichst realistisch aussehen sollten, denn natürlich durften wir keine aktuellen Sicherheitstechniken sehen oder verwenden. Diesen wirklich beeindruckenden und wirklich undurchdringbaren Apparat mit unseren Mitteln dennoch möglichst authentisch abzubilden, blieb bis zum Schluss eine große Herausforderung."
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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