Ihnen gelang ein Hattrick
Killer-Comeback: Diese Schauspieler kehrten als Täter zum "Tatort" zurück
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von teleschauMörderischer Hattrick: Lars Eidinger, hier in "Borowski und der gute Mensch", spielte in drei "Tatort"-Folgen den Mörder Kai Korthals.
Bild: NDR / Thorsten Jander
Der Täter kehrt immer an den Ort des Verbrechens zurück? Das Klischee gilt sogar für die ARD-Krimireihe "Tatort". Gleich zwei Schauspieler schafften darin den mörderischen Hattrick in ein und derselben Rolle.
Es ist eines der ältesten Klischees im deutschen Krimi-Wesen: "Der Täter kehrt immer an den Tatort zurück." Das lehrten "Der Kommissar" und "Der Alte", "Derrick" sowieso und natürlich auch der "Tatort". Und tatsächlich: In all den Jahren gab es etliche Schauspieler, die als Täter zum Format zurückkehrten und mehrfach unterschiedliche Bösewichter mimten.
Zwei Schauspieler gelang das mörderische Comeback aber in ein und derselben Rolle. Und beide waren in drei unterschiedlichen Folgen zu sehen. Einer davon ist Lars Eidinger. Am Sonntag, 7. Juni, läuft im Ersten und im ARD-Livestream auf Joyn die Wiederholung von "Borowski und der gute Mensch". Es war Lars Eidingers dritter und finaler Auftritt als Mörder Kai Korthals.

Borowski und der gute Mensch
Lars Eidinger spielte insgesamt fünfmal einen "Tatort"-Mörder
Seinen ersten Auftritt als Kai Korthals hatte Eidinger 2012 in "Borowski und der stille Gast", dem 2015 "Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes" folgte. Den Hattrick machte Eidinger als Gegenspieler des von Axel Milberg gespielten Kieler Kommissars Borowski dann 2021 perfekt - aber, keine falschen Hoffnungen: Zum "guten Mensch" war der Mörder bei seinem letzten Comeback nicht mutiert.
Lars Eidingers Mörderkarriere im "Tatort" begann nicht mit der Figur des Kai Korthals. Schon 2010 spielte der heute 50-jährige Berliner in "Hauch des Todes" mit der Ludwigshafener Kommissarin Odenthal (Ulrike Folkerts) einen Serienmörder. Und die "Borowski"-Trilogie war nicht der Abschluss von Lars Eidingers mörderischem Wirken im "Tatort" - den bildet die Episode "Murot und das Prinzip Hoffnung", die im November 2021, nur einen Monat nach dem letzten "Borowski"-Abenteuer ausgestrahlt wurde.
"Tatort": Keiner killte so oft wie dieser Schauspieler
Mit fünf Einsätzen als Mörder und drei davon in ein und derselben Rolle ist Eidinger die Nummer zwei der Mörder-Legenden im "Tatort". Er wird nur von einem getoppt - Florian Bartholomäi. Der gebürtige Frankfurter brachte es auf bislang acht Einsätze als "Tatort"-Mörder, drei davon in der Rolle des Markus Graf im Dortmunder "Tatort" mit Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) als Gegenspieler - und das alles, obwohl Bartholomäi erst 39 Jahre alt ist.
Bartholomäi feierte 2008, als 21-Jähriger, sein Killer-Debüt im "Tatort: Herz aus Eis". In der 723. Folge der Krimireihe ertränkte er als Schüler eines Elite-Internats einen Mitschüler. Es folgten mörderische Auftritte in "Hilflos" (Folge 754, 2010, Bodensee-"Tatort"), "Die Unsichtbare" (Folge 779, 2011, Stuttgart) und "Ein ganz normaler Fall" (Folge 818, 2011, München).
80 Folgen und drei Jahre später trat Bartholomäi 2014 in "Auf ewig dein" erstmals als Markus Graf auf, der Serienmörder, der auch für den Tod von Fabers Frau und Tochter verantwortlich ist. Nachdem Bartholomäi 2016 in "Taxi nach Leipzig", dem 1000. "Tatort" den Mörder Klapproth spielte, kehrte er 2018 für "Tollwut" in die Rolle des Markus Graf zurück - und tötete und entkam erneut. 2020 machte Bartholomäi in seinem bislang letzten "Tatort"-Auftritt in der 1119. Folge "Monster" seinen Hattrick als Graf perfekt. Allerdings dürfte es keinen vierten Auftritt geben. Am Ende der Folge erschießt Fabers Partnerin Kommissarin Martina Bönisch (Anna Schudt) den Serienkiller.
Florian Bartholomäi ist Dauergast beim "Tatort". In dieser Episode ("Engel") ist er ausnahmsweise mal nicht als Mörder zu sehen.
Bild: MDR/Marcus Goldhahn
Mehrfach-Täterinnen: Auch Frauen kehrten als Mörderinnen zurück
"Ich bin privat eigentlich ein ganz lieber Kerl", sagte Kampfsport-Fan Bartholomäi einst der Deutschen Presse-Agentur. Er lasse nur "bei der Arbeit alle Schlechtigkeiten raus". Und natürlich sei es immer spannender, den Täter zu spielen als die Leiche. Bartholomäi weiter im Interview: "Irgendwie mag ich das gerne, die Abgründe von Leuten kennenzulernen und sie erstmal nicht in eine Schublade zu stecken, sondern zu schauen: Wie kam es dazu? Wie wurde eine Seele so verwirrt, dass jemand am Ende zuschlägt oder zusticht oder was auch immer. Das ist sehr spannend: Eins führt zum anderen. Und dann ist es Tragik. Und das ist immer ein gefundenes Fressen für einen Schauspieler."
In Sachen häufigste Mörder sind Rekordhalter Bartholomäi ein ganzes Rudel von Schauspielern auf den Fersen. Wie Eidinger kommen auch Dieter Kirchlechner, Dietrich Mattausch, Helmut Zierl, Götz Schubert und Arnd Klawitter auf je fünf Einsätze als Mörder, allerdings jeweils in immer neuen Rollen. Viermal spielte Jürgen Vogel den Mörder.
Aber auch Frauen können mehrfach killen. Die Rekordhalterinnen unter den weiblichen "Tatort"-Täterinnen sind, jeweils mit drei Einsätzen, die Schauspielerinnen Ina Weisse und Bibiana Beglau.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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