Täterinnen im Fokus

"Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime" startet heute: Kandler und Jule Gönsdorf geben Einblick in das neue True-Crime-Format

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von Redaktion

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Trailer: "Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime"

Videoclip • 30 Sek • Ab 12


Warum töten Frauen? Welche Motive machen sie zu Täterinnen? Wie morden Frauen im Vergleich zu Männern? "Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime" zeichnet Kapitalverbrechen nach, die von Frauen begangen wurden. Karolin Kandler und Jule Gölsdorf erklären im "SAT.1-Frühstücksfernsehen", was sie an dem neuen True-Crime-Format begeistert.

Dann geht es los

Kabel Eins zeigt die neue True-Crime-Reihe ab Freitag, 13. Februar, um 20:15 Uhr. Moderiert wird das Format von den beiden ":newstime"-Nachrichten-Moderatorinnen und Podcasterinnen Karolin Kandler und Jule Gölsdorf. Mit Expert:innen analysieren sie die Fälle, "sezieren" die Psyche der Täterinnen und untersuchen die spezifischen Aspekte weiblicher Kriminalität.


Die True-Crime-Serie "Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime" ab Freitag, 13. Februar bei Kabel Eins


Das fasziniert die Moderatorinnen am Format

Karolin Kandler und Jule Gölsdorf befassen sich seit einem Jahr auch in ihrem Podcast "Sisters in Crime - Frauen, die töten" mit von Frauen verübten Morden. Karolin Kandler war vor ihrer Zeit bei ProSiebenSat.1 unter anderem Sprecherin der "Tagesschau" in der ARD. Jule Gölsdorf ist erfolgreiche Buch-Autorin. Heißt: Sie begeistern bereits zahlreiche Menschen mit ihren Inhalten.

Jule Gölsdorf sagt: "Wir interessieren uns vor allem für die Hintergründe: Was treibt diese Frauen zum Äußersten? Welche Rolle spielen Beziehungen, Abhängigkeiten, Traumata oder Isolation? Frauen wollen durch ihre Taten die eigene Lebenssituation aufwerten, indem sie sich eines Mannes entledigen, um häuslicher Gewalt zu entgehen, aber auch um sich zu bereichern." Sie erklärt weiter: "Nur 10 bis 15 Prozent der Morde werden von Frauen begangen. Und das sind aber trotzdem in absoluten Zahlen noch wahnsinnig viele. Und wir glauben, dass man da schon doch draufschauen sollte."

Laut Karolin Kandler ist ganz klar: "Kriminalität ist grundsätzlich eher Männersache. Insgesamt töten Frauen deutlich seltener als Männer. Aber es gibt sie eben, die Frauen, die morden, die Sexualstraftaten begehen, die Kinder töten. Und es ist wichtig, diese Fälle zu beleuchten, um die weiblichen Motive zu begreifen."

Auch für sie sind Mörderinnen und ihre Taten besonders interessant, wie sie im "SAT.1-Frühstücksfernsehen" erzählt: "Man denkt ja immer, die Frau ist so lieblich, und nett, und sie kümmert sich, sie bekommt die Kinder, und sie gibt Leben - und dann heißt es immer so, eigentlich nimmt die Frau doch keine Leben. Und das fasziniert natürlich umso mehr, wenn das Klischee der jungen oder auch alten Frau plötzlich zum Messer oder zur Pistole greift."

Darauf können sich True-Crime-Fans freuen

Für "Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime" haben sie bereits einige spannende Fälle vorbereitet. "Vor allem geht es jetzt erstmal um deutsche Täterinnen", erklärt Karoline Kandler. "Wir haben auch viele Experten in der Sendung, die die Fälle einordnen. Das ist uns auch sehr sehr wichtig, dass es eben nicht nur diesen Schock- und Gruseleffekt gibt, sondern dass wir es journalistisch angehen." Sie fügt hinzu: "In der Regel behandeln wir auch erst Fälle, wenn es ein Verfahren oder ein Urteil dazu gibt, damit wir uns darauf beziehen können."

"Das sind auch immer ganz besondere, absurde Fälle, die nur durch einen skurillen Zufall rausgekommen sind", verrät Jule Gölsdorf. "Oder wir beleuchten Psychopathinnen. [...] Es ist auf jeden Fall abwechslungsreich."

Am ersten Abend von "Weiblich. Tödlich. Sisters in Crime" soll es aber in erster Linie um einen skurillen Fall aus Spiss bei Tirol gehen: Dort hatte 2012 ein Braunbär eine Stromleitung umgeworfen, ein Feuer verursacht und die Polizei damit indirekt zu einem Mordopfer geführt. "Es ist wirklich aus Zufall aufgeflogen, weil die da unterwegs waren. Vielleicht wäre diese Mord völlig unentdeckt geblieben, wenn der Braunbär da nicht dieses Feuer ausgelöst hätte", erklärt Jule Gölsdorf.

Warum wird True Crime vor allem von Frauen konsumiert?

Wieso scheint ihr weibliches Publikum begeistert von besonders blutrünstigen Morden zu sein? "Wenn unsere Fälle total blutrünstig sind, werden sie viel besser geklickt", erklärt Karoline Kandler im "SAT.1-Frühstücksfernsehen"-Interview. "Wir können es uns nur so erklären, als dass die Frauen die Geschichten drumherum auch wahnsinnig interessieren."

"Es ist auch bewiesen, dass Frauen viel mehr Angst vor einem Gewaltverbrechen haben als Männer", fügt Jule Gölsdorf hinzu. "Sie hören dann zu und gucken, wie ein Täter agiert. Kann ich daraus was lernen und kann ich dafür sorgen, dass ich mich selbst ein bisschen sicherer fühle?" - eine unterbewusste Vorbereitung, damit sie sich besser vor solchen Situationen schützen können.


Karolin Kandler und Jule Gölsdorf in Aktion sehen!


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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