„Ein sehr uneitler Moment"

"Tage, die es nicht gab"-Star Franziska Weisz: Ihre große Liebe fand sie bei "Die Bergretter"

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von C3 Newsroom

Schauspielerin Franziska Weisz steht seit Jahren im Rampenlicht.

Bild: APress


Arthouse-Kino, Primetime-Krimis und Serien: Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Franziska Weisz in Film und Fernsehen präsent. Privat fand sie ihr Glück bereits vor über zehn Jahren - nicht auf dem roten Teppich, sondern während der Dreharbeiten zu "Die Bergretter".


Zurück in Zollberg als Miriam

In der zweiten Staffel der Serie "Tage, die es nicht gab" spielt Franziska Weisz erneut die Staatsanwältin Miriam - eine von vier Frauen, die seit der Schulzeit eng verbunden sind. Das Auftauchen einer neuen Schülerin und ein Mordfall in Zollberg rühren an alten Geheimnissen und bringen die vertraute Ordnung ins Wanken. Dabei wird deutlich, dass jede der Freundinnen in den Fokus der Ermittlungen geraten könnte. "Tage, die es nicht gab - Tödliche Geheimnisse" setzt damit erneut auf psychologische Spannung und die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart.

Vom Zufalls-Casting zur "Tatort"-Kommissarin

Franziska Weisz, geboren 1980 in Wien, landete zufällig im Filmgeschäft. Eigentlich suchte sie als Model nach einem Nebenjob, landete aber bei einem Casting für Ulrich Seidls "Hundstage". Die schonungslose Vorstadtstudie machte sie 2001 über Nacht zum Hoffnungsträger des österreichischen Kinos. Michael Hanekes "Die Klavierspielerin" folgte im selben Jahr.

Obwohl sie schon lange von der Schauspielerei träumte, setzte Weisz auf Sicherheit und beendete ihr Studium der Entwicklungs- und Umweltpolitik in England. Danach zog sie nach Berlin und erhielt für den Psychothriller "Hotel", der innere Abgründe schonungslos beleuchtet, bei der Berlinale 2005 den "European Shooting Star".

Es folgten zahlreiche Produktionen, darunter "Kreuzweg" (2014) von Dietrich Brüggemann. Einem breiten Fernsehpublikum wurde sie 2012 durch ihre Rolle der Stefanie Averdunk in der Krimiserie "Der letzte Bulle" bekannt. Von 2016 bis 2024 ermittelte sie als Kommissarin Julia Grosz an der Seite von Wotan Wilke Möhring im Hamburger "Tatort".

In der neuen ZDF-Reihe "Mordufer", die in der Bodensee-Region spielt, tritt Franziska Weisz demnächst als Kommissarin Doro Beitinger auf, die nach einer familiären Auszeit in den Polizeidienst zurückkehrt. Die Zusammenarbeit mit ihrer jüngeren Kollegin Chiara Locatelli (Maria Wördemann) ist geprägt von unterschiedlichen Lebensentwürfen.

Ehe mit Regisseur Felix Herzogenrath

Franziska Weisz heiratete 2015 den Regisseur und Drehbuchautor Felix Herzogenrath, den sie bei Dreharbeiten zu "Die Bergretter" kennenlernte. Das erste Zusammentreffen beschrieb sie der Zeitschrift "Frau mit Herz" so: "Das war 2012, auch ein sehr uneitler Moment, weil ich mit Dreck und Kunstblut verschmiert war. Also eine sehr unschöne Seite von mir". Auf die Nachfrage, ob es dennoch Liebe auf den ersten Blick gewesen sei, antwortete sie: "Doch schon!" Ein Paar wurden sie es allerdings erst später, "als wir uns in Berlin rein zufällig wieder trafen.", wie sie "Bunte" verriet.

Auch beruflich gab es Berührungspunkte: Herzogenrath führte unter anderem im Zweiteiler "Der Staatsfeind" Regie, in dem Weisz vor der Kamera stand. Trotz gemeinsamer Projekte schützt das Paar sein Privatleben konsequent vor der Öffentlichkeit.


Hier gibt's die neue Staffel von "Die Bergretter"


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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