Er ist wieder da!
"SOKO Potsdam"-Star Omar El-Saeidi: Warum er fast Immobilienmakler geworden wäre
Aktualisiert:
von teleschauIn der Hulu-Serie "Habibi Baba Boom" spielt Omar El-Saeidi die Hauptrolle. Bei "SOKO Potsdam" kehrt er nun an seine alte Wirkungsstätte zurück.
Bild: 2023 The Walt Disney Company
Die Fans freuen sich: Das neue Jahr beginnt mit neuen Folgen von "SOKO Potsdam" - und einer der Publikumslieblinge ist wieder dabei: Omar El-Saeidi kehrt als Kriminaloberkommissar David Grünbaum zur Ermittlertruppe zurück.
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David Grünbaum ist wieder da! Der Kriminaloberkommissar zählte zu den Gründungsmitgliedern der "SOKO Potsdam", bevor er mit Folge 33 mitten in der 4. Staffel im Herbst 2021 den Dienst quittierte. Dreieinhalb Jahre später kehrte er in der 76. Episode "Perfect Match" ebenso überraschend kurz vor Ende der siebten Staffel zurück. Die gute Nachricht: Er ist zurückgekommen, um zu bleiben. Auch in der achten Staffel, die am 5. Januar mit der Folge "Nachts im Wald" beginnt, wird Grünbaum dabei sein.
Der wechselhafte Weg des Oberkommissars passt gut zur Biografie des Schauspielers. Denn auch Omar El-Saeidis Weg hatte einige Richtungswechsel.
Erinnerungen an das Leben in Saudi-Arabien: "Wir Kinder durften kaum raus"
"Ich bin ein Gießener Jung", sagte der 45-Jährige in einem Interview. Denn dort ist er 1980 als eines von sieben Kindern seiner ägyptischen Eltern geboren. Er besuchte in Gießen den Kindergarten und später erst die Friedrich-Ebert-Schule und dann die Ostschule.
Zwischendurch aber lebte er auch länger in Dschiddah (Saudi-Arabien), wohin die Familie zog, weil die Eltern an der dortigen Universität arbeiteten. An das Leben dort hat El-Saeidi nicht die besten Erinnerungen. "Wir Kinder durften kaum raus, wurden mit dem Bus zur Privatschule gebracht und abgeholt und konnten nur im Hof spielen." In den Schulferien ging es immer nach Gießen, wo seine Eltern und zwei Geschwister immer noch leben. Dort konnte "ich einfach losziehen und Süßigkeiten kaufen, mich mit Freunden verabreden. All das war in Saudi-Arabien nicht möglich, weil diese rigide Gesellschaft solche Freiheiten nicht zulässt", erinnerte er sich in einem Interview mit der "Gießener Allgemeinen".
El-Saeidi wurde am Schultheater bei "Grease" entdeckt
Um vor allem den Mädchen eine ordentliche schulische Ausbildung zu ermöglichen, kehrte die Familie nach Gießen zurück. "Meinen Eltern war es wichtig, dass wir alle Abitur machen. Das wäre meinen Schwestern in Saudi-Arabien nicht möglich gewesen und daher haben meine Eltern ihren eigenen beruflichen Erfolg hinten angestellt. Die Bildung ihrer Kinder war ihnen immer wichtig."
"Meine Geschwister sind Ärzte, studieren Lehramt, ein Bruder arbeitet beim Auswärtigen Amt. Aus uns allen ist etwas geworden", sagte El-Saeidi damals im Interview. Und er selbst wäre beinahe Immobilienmakler geworden.
Schon in der Schulzeit wurde er für die Schauspielerei entdeckt. Aus Zufall. Er stand mit ein paar Freunden auf dem Schulhof der Ostschule, als sie von Mädchen angesprochen wurden. Die brauchten noch Jungs für die Aufführung des Musicals "Grease". "Wir sagten zu", erinnerte sich El-Saeidi, allerdings weniger wegen des Schultheaters, als vielmehr wegen der Mädchen. Dann aber war er Feuer und Flamme fürs Schauspiel, nur: "Das mit den Mädchen klappte nicht", erzählte er im Interview.
Erst Ausbildung zum Makler, dann zum Schauspieler
Und das mit dem Schauspiel auch nur über Umwege, denn seine Eltern fanden die Schauspielerei nicht so cool wie er. "Meine Eltern haben sich Sorgen gemacht. Allerdings waren sie auch gegen dieses Bank-Ding, schließlich finden sie als Muslime das Geldscheffeln nicht toll." Der Kompromiss: El-Saeidi machte eine Ausbildung zum Diplom-Betriebswirt der Immobilienwirtschaft.
Danach bog er doch in die andere Richtung ab. Er schloss von 2004 bis 2008 eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Rostock an. Seine Abschlussarbeit schrieb er zum Thema "Der deutsche Schauspieler mit Migrationshintergrund". Die Richtungsänderung lohnte sich.
2004 debütierte El-Saeidi im Fernsehen ("The Hamburg Cell"), seither drehte er in jedem Jahr bis zu fünf Produktionen, war mittlerweile an fast 70 TV- oder Film-Projekten beteiligt, war zudem Mitglied der Ensembles des Schauspiels Köln und danach des Theaters Bielefeld.
Omar El-Saeidi realisierte ein Herzensprojekt
Seine Rollen sind vielseitig. Er war als indischer Maharadscha ("Das Mädchen mit dem indischen Smaragd") zu sehen und als Folteropfer im Kölner "Tatort: Rabenherz", er spielte Kriegsdrama ("Auslandseinsatz"), Kinderserie ("Die Pfefferkörner"), Crime ("Notruf Hafenkante") und Comedy. Für seine Rolle in der Reihe "Das Institut - Oase des Scheiterns" gab es 2018 den Deutschen Comedypreis.
Zuletzt realisierte er ein Herzensprojekt. Denn an der Dramedy-Serie "Habibi Baba Boom" (Disney+) war nicht nur als Schauspieler beteiligt, sondern er entwickelte sie gemeinsam mit Regisseur Sascha Vredenburg und der Kölner Produktionsfirma Bantry Bay. El-Saeidi spielt die Hauptrolle des verlassenen Familienvaters Sami Al Naggar. Was ihn zudem freute: Die Serie wurde nicht nur in Köln und Bonn, sondern auch in Bielefeld gedreht.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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