Der Schauspieler im Porträt

Kölner "Tatort"-Star Dietmar Bär wird 65: Seine Frau ist sein Fels in der Brandung

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von Sylvia Loth

Schauspieler Dietmar Bär (Kommissar Freddy Schenk ) wird auch im 98. Kölner "Tatort: Der Glücklichmacher" zu sehen sein.

Bild: Horst Galuschka


Freddy Schenk ist kein Held im klassischen Sinn. Der von Dietmar Bär gespielte Kommissar hört zu, hält aus und vereinfacht moralische Konflikte. Ob der "Tatort"-Star auch privat so ist?

Steckbrief

  • Name: Dietmar Bär

  • Geburtstag: 5. Februar 1961

  • Geburtsort: Dortmund

  • Wohnort: Köln und Berlin

  • Größe: 1,80 Meter

  • Familienstand: verheiratet

  • Kinder: keine

Dietmar Bär ermittelt seit 1997 als "Tatort"-Kommissar Freddy Schenk in Köln. Gemeinsam mit seinem Kollegen Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, 66) geht er in der Domstadt auf Verbrecherjagd. Als bodenständiger, erfahrener Ermittler mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn zählt Freddy Schenk zu den beliebtesten "Tatort"-Kommissaren. Das Krimi-Duo gehört zu den dienstältesten im deutschen Fernsehen. Rund 10 Millionen Zuschauer:innen schalten pro Folge ein.


Erste Schritte in der Fernsehwelt

Dietmar Bär war in seiner Jugend Mitglied einer Punkband und studierte später an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum. In den 1980er-Jahren übernahm er erste kleine Rollen, unter anderem als Fußballfan im Schimanski-Krimi "Tatort: Zweierlei Blut" von 1984. Bevor er als Kommissar Schenk einem Millionenpublikum bekannt wurde, spielte er in einigen erfolgreichen Filmen wie "Der bewegte Mann" (1994), "Männerpension" (1996), "Lola rennt" (1998) oder "Schlaraffenland" (1999) mit.

Krimi-Held

Seit 29 Jahren ermittelt Dietmar Bär als Freddy Schenk. Er ist ein leiser Beobachter: Einer, der zuhört, mitdenkt und auch die Zwischentöne wahrnimmt. Genau diese menschliche Wärme und Authentizität machen Schenk zu einem der beliebtesten Charaktere der ARD-Krimireihe. Seit der Episode "Willkommen in Köln" - Schenks erstem Einsatz - ist klar: Der Köln-"Tatort" setzt weniger auf Action als auf Haltung und soziale Konflikte mit psychologischer Tiefe. Einzelne Fälle bleiben besonders in Erinnerung, darunter "Bombengeschäft" (2000) - ein politischer Tatort über Waffenhandel und Verantwortung - oder der Fall "Rosenholz" (2021), mit starkem politischen Bezug zur DDR-Vergangenheit.

Eine Karriere mit vielen Facetten

Neben seinem Erfolg als Kriminalkommissar ist er regelmäßig in Fernsehfilmen und Serien zu sehen und steht immer wieder auf der Theaterbühne. Seit 2010 gehört Bär zum Ensemble des Schauspielhauses Bochum. Darüber hinaus arbeitet der gebürtige Dortmunder als Synchronsprecher. Vielen ist er als Hörbuchstimme zahlreicher Romane von Håkan Nesser und Stieg Larsson bekannt.

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Die starke Frau an seiner Seite

Seit April 2009 ist er mit seiner Ehefrau Maren Geißler, einer Krankengymnastin, verheiratet. Das Paar ist bereits seit vielen Jahrzehnten liiert und hat einige "Höhen und Tiefen" erlebt, wie der "Tatort"-Star im Interview mit der Zeitschrift "Bunte" verrät. Er betont, dass seine Frau ihm den Rücken freihält: "Meine Frau ist mein Ruhepol und mein Kraftzentrum." Sie sei auch sein "Fels in der Brandung". Das klingt nach einer starken Frau, die dem beliebten "Tatort"-Kommissar mit Rat und Tat zur Seite steht, ihn erdet und ihm Kraft gibt. Eine schönere Liebeserklärung kann es nicht geben.

Soziales Engagement

Gemeinsam mit dem Berliner Verein pro futura und seinem Schauspielkollegen Klaus J. Behrendt setzt sich Dietmar Bär seit Jahren für bessere Zukunftsperspektiven von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen ein. 1998 gründete er nach der "Tatort"-Episode "Manila", in der Kinderarmut und Misshandlung im Fokus stehen, mit Mitgliedern des Kölner "Tatort"-Teams den Verein "Tatort - Straßen der Welt e.V.". Für dieses Engagement erhielt er gemeinsam mit seinem "Tatort"-Kollegen Klaus J. Behrendt den KIND-Award von "Kinderlachen e.V.".

Zudem nutzt er seine Bekanntheit, um auf die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und den "Weißen Ring" aufmerksam zu machen, der sich für Opfer von Kriminalität einsetzt.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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