Neue Abenteuer ab 12. Januar im ZDF

"Ku'damm 77" startet: So endete die letzte Staffel

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von teleschau

Ab 12. Januar läuft im ZDF "Ku'damm 77". Auch die vierte Staffel rund um die Berliner Familie Schöllack hält einige Knalleffekte bereit.

Bild: ZDF/Conny Klein


Die vierte Staffel rund um die Berliner Familie Schöllack steht vor der Tür. Nach 1956, 1959 und 1963 wirft "Ku'damm" nun einen Blick auf das Jahr 1977. Mit diesen Herausforderungen hatten Tanzschulen-Betreiberin Annette und ihre drei Töchter Helga, Eva und Monika zuletzt zu kämpfen.


Das erwartet dich in "Ku'damm 77"

Von der umtriebigen Spießigkeit des Wirtschaftswunders zu Disco-Fieber und Drogen: Die Familiensaga "Ku'damm" geht ab 12. Januar in ihre vierte Staffel. Rund um die Tanzschule "Galant" am Berliner Kurfürstendamm stehen Besitzerin Annette Schöllack (Claudia Michelsen) und ihre drei Töchter immer wieder vor neuen Herausforderungen. Vor allem der sehnliche Wunsch der Matriarchin, dass ihre Kinder Helga (Maria Ehrich), Eva (Emilia Schüle) und Monika (Sonja Gerhardt) eine "gute Partie" finden, führt zu schweren Verwicklungen.

Denn so richtig glücklich wird zunächst keine der Töchter. Und auch Annette selbst sieht sich immer mehr mit ihrer eigenen Geschichte konfrontiert. Diese hält in der vierten Staffel noch einige Knalleffekte bereit. Denn die Tanzschulen-Betreiberin muss feststellen: Mit steifer Etikette allein lässt sich im Jahr 1977 kein Staat mehr machen. Die Brüche im Leben der Familie Schöllack werden gnadenlos offengelegt.

"Ku'damm 1963": So endete die dritte Staffel

Rückblende auf das Jahr 1963. Noch herrscht in Deutschland Aufbruchstimmung. Helga, Eva und Monika sind damit beschäftigt, so manchen persönlichen Schicksalsschlag zu verarbeiten.

Helga weiß längst, dass ihr Mann Wolfgang (August Wittgenstein), ein erfolgreicher Staatsanwalt, homosexuell ist. Ihre Affäre mit dem Tanzlehrer Amando endet abrupt, als ihre Mutter diesen mit Geld abfindet und hinauswirft. Der Argentinier verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Helgas Ehe ist dennoch nicht zu retten: Wolfgang zieht nach Ost-Berlin, um mit seiner großen Liebe Hans Liebknecht ein neues Leben anzufangen.

Eva ergeht es in ihrer Ehe mit Klinikleiter Professor Jürgen Fassbender (Heino Ferch) noch schlechter: Der erweist sich als zunehmend gefühlskalt und narzisstisch. Auch vor körperlicher Gewalt schreckt er nicht zurück. Als der Mediziner seine unglückliche Frau wieder mal aufs Übelste erniedrigt, stößt sie ihn in ihrer Verzweiflung - und sturzbetrunken - die Treppe hinunter: Fassbender stirbt und Eva muss für drei Jahre ins Gefängnis.

Monika, mit ihrer wilden und unangepassten Art der Familien-Matriarchin schon immer ein Dorn im Auge, erwischt es ebenfalls. Ihr Herz gehört dem Rockmusiker und Clubbesitzer Freddy Donath (Trystan Pütter), verheiratet ist sie jedoch "standesgemäß" mit Fabrikantensohn Joachim Franck (Sabin Tambrea). Dieser leidet zunehmend an Depressionen und nimmt sich nach einigen Irrungen und Wirrungen das Leben. Zurück bleibt Monika mit ihrer Tochter Dorli. Vater der Kleinen ist Freddy.

Ihre Anteile an Joachims Firma überschreibt Monika schließlich an einen Fonds für psychische Erkrankungen. Sie will sich künftig wieder ihrer großen Leidenschaft widmen: dem Schreiben und Performen von moderner Musik.

Caterina Schöllacks Fassade bröckelt mehr und mehr

Das Mitgefühl mit der geplagten Mutter Caterina darf sich derweil in Grenzen halten. Denn um den Schein der intakten Familie zu wahren, ist ihr kein Mittel zu krass. Nicht nur hat sie eigenmächtig Helgas Liebschaft mit dem Argentinier Amando beendet. Als Monika nach der Geburt der kleinen Dorli mit Kindbettfieber im Delirium liegt, bringt die Matriarchin das Mädchen kurzerhand bei Helga und Wolfgang unter - dessen Homosexualität geschickt kaschierend.

Später eröffnet Caterina Monika, dass deren leiblicher Vater nicht Caterinas lange verschollener Ehemann Gerd ist, sondern Fritz Assmann (Uwe Ochsenknecht), ein Freund der Familie.

Gegen Ende der dritten Staffel scheinen sich einige Knoten zu lösen: Helga, die Tochter mit den größten Ambitionen, die Tanzschule zu übernehmen, bietet ihrer übermächtigen Mutter endlich die Stirn und steht für sich ein. Auch Caterina gelingt es, einmal durchzuschnaufen: Sie reist mit Fritz Assmann nach Italien. Auch um ihre Töchter und den Betrieb ein wenig loszulassen.

"Ku'damm 77": Wird alles gut?

Doch wie in den vorherigen Staffeln geht auch in den neuen Episoden einiges drunter und drüber. Monika treibt mit ihrem Ehrgeiz ihre Tochter in den Drogenkonsum - Dorli ist eine vielversprechende Tänzerin. Helga hadert derweil mit dem Berufswunsch ihrer Tochter Friederike und lernt einen Mann kennen, der ein dunkles Geheimnis verbirgt.

Und während Eva sich nach ihrem Gefängnisaufenthalt neuerdings im Kunsthandel versucht, hat Caterina gleich zwei große Herausforderungen: Die Tanzschule stammt offenbar nicht aus altem Familienbesitz, sondern wurde im Dritten Reich einer jüdischen Familie entzogen. Und dann ist da noch die Sache mit einer alten Liebelei und dem Verdacht, dass das konservative Familienoberhaupt eine uneheliche Tochter haben könnte.

"Ku'damm 77" läuft ab Montag, dem 12. Januar, um 20:15 Uhr im ZDF. Gezeigt werden drei Doppelfolgen à 90 Minuten am Montag, Dienstag und Mittwoch. Die Episoden sind zur Ausstrahlungszeit auch im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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