Urlaubstipps

"Achtung Abzocke": Peter Giesel deckt die fiesesten Urlaubsfallen auf

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von Lars-Ole Grap

Peter Giesel in Teneriffa beim Dreh von "Achtung Abzocke".

Bild: Robin Ahne / Kabel1


Während das graue Januar-Wetter Deutschland fest im Griff hat, wächst bei vielen die Sehnsucht nach Sonne, Strand und Sommerurlaub. Doch Vorsicht: Wenn du deine Reise für 2026 planst, solltest du ganz genau hinschauen. Hier setzt Peter Giesel mit der neuen Folge "Achtung Abzocke" an und warnt vor den perfidesten Betrugsmaschen der Reisebranche.

Mietwagen-Abzocke im Urlaub: Peter Giesel enthüllt die Tricks am Schalter

In der neuen Ausgabe von "Achtung Abzocke aktuell" nimmt Peter Giesel gemeinsam mit seinem Team Urlaubsversprechen, Hotelangaben und Mietwagen-Angebote unter die Lupe. Sein Ziel: Die Zuschauer:innen fit machen für die Urlaubsplanung - damit die Traumreise dieses Jahr nicht zur Kostenfalle wird.

Mietwagen im Urlaub sind superpraktisch und oft vermeintlich günstig - doch stimmt das nicht immer. Zu keinem anderen Urlaubsthema erhält die Redaktion von "Achtung Abzocke" mehr Zuschriften. Peter Giesel will herausfinden: Warum ist das so? Wo liegen die größten Fallen bei der Miete? Gemeinsam mit seinem Team wertet er hunderte Zuschriften aus und merkt schnell: Es sind fast immer die gleichen Tricks, mit denen Kund:innen im Urlaub das Geld aus der Tasche gezogen wird.

Besonders deutlich wird das auch am Fall von Roland und Helene aus Pforzheim. Das Paar zahlte online 93 Euro für einen Mietwagen auf Mallorca - am Schalter sollten sie plötzlich 369 Euro zusätzlich entrichten. Peter Giesel macht daraufhin auf Mallorca den Selbsttest und tappt absichtlich in die Falle. Denn trotz einer bereits gebuchten Vollkasko-Versicherung wird er am Schalter massiv unter Druck gesetzt.

Ich bin in dieselbe Falle getappt wie 43 Prozent der Zuschauer, die mir geschrieben haben.

Peter Giesel

Zusammen mit Rechtsanwältin Lina Goldbach zeigt dir Peter Giesel, wie du dich wehren kannst und Abzocken am Mietwagenschalter zukünftig vermeidest.

Urlaubsfalle Hotel: Peter Giesel deckt falsche Versprechen bei Reiseportalen auf

Doch nicht nur bei Mietwagen, sondern auch bei Hotels wird getrickst. Ein besonders dreister Fall führt Peter Giesel nach Neapel. Das Ehepaar Martinez aus Hamburg hatte über ein bekanntes Vergleichsportal ein Hotel gebucht - angeblich nur 20 Meter vom Strand entfernt. Vor Ort dann das böse Erwachen: Der Weg zum Meer entpuppt sich als langer Fußmarsch.

Peter Giesel macht den Selbsttest und das Ergebnis ist eindeutig: Aus 20 Metern werden am Ende über 1,7 Kilometer - und der angebliche Strand hält nicht einmal ansatzweise, was die Bilder versprechen. Nach Gesprächen mit dem Hotelpersonal wird klar: Den versprochenen Strand direkt vor der Tür gibt es gar nicht. Das Hotel schiebt die Schuld auf das Buchungsportal, doch Peter Giesel deckt auf, dass Informationen oft auch ungeprüft übernommen werden.

Da wirbt jemand mit etwas, was er gar nicht leisten kann.

Peter Giesel

Wie Buchungsportale mit künstlichem Zeitdruck und irreführenden Angaben arbeiten und was du tun kannst, wenn dein Zimmer statt Meerblick nur den Blick auf die Raucher-Ecke des Hotelpersonals bietet, das erfährst du in der neuen Folge "Achtung Abzocke".


Der Sterne-Dschungel: Was Hotelbewertungen wirklich taugen

Wie aussagekräftig sind Hotel-Sterne heute noch? Peter Giesel geht dieser Frage gemeinsam mit Markus Luthe, dem Experten für Hotelklassifizierung, nach - und stößt dabei auf Überraschendes: In vielen beliebten Reiseländern wie Italien, Griechenland oder der Türkei gibt es keine einheitlichen Standards nach der europäischen "Hotelstars Union". Das bedeutet konkret: Ein Vier-Sterne-Hotel in der Toskana kann qualitativ deutlich hinter einem deutschen Standard zurückbleiben, obwohl die Sterne dasselbe suggerieren.

Doch Peter Giesel lässt seine Zuschauer:innen natürlich nicht im Regen stehen. Im Gegenteil: Nach der kritischen Analyse präsentiert er seine Top-5-Reiseziele für 2026, die seiner Meinung nach besonders fair, authentisch und "abzockfrei" sind. Dazu gehören Ksamil in Albanien, die "Malediven Europas" zu unschlagbaren Preisen, sowie Port de Valldemossa auf Mallorca, ein ruhiger Hafen fernab des Massentourismus. Auf Teneriffa begeistert ihn San Miguel de Tajao mit authentischem Flair und fangfrischem Fisch, während das Markgräflerland in Deutschland als die "deutsche Toskana" im Dreiländereck Urlauber:innen anzieht. Und auch Korfu in Griechenland punktet mit viel unberührter Natur und weniger Tourismus als auf den Nachbarinseln.

Doch nicht nur bei der Unterkunft lauern Tücken: Auch in der Gastronomie lauert so manche mögliche Abzocke auf Urlauber:innen. Peter Giesel warnt vor der "Longdrink-Lüge", bei der Drinks mit viel Eis und wenig Inhalt serviert werden, und dem berüchtigten "Waffel-Wucher" in Italien. Sein Tipp für Eis-Liebhaber:innen: Gezielt die Waffelgröße bestellen. Wer "un piccolo cono" bestellt, erhält die kleine Waffel - und muss kein Geld für eine riesige Portion zahlen.


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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