Ab 12. Januar im Free-TV

"Ku'damm 77": Diese neuen Gesichter stoßen in der 4. Staffel dazu

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von teleschau

Ab 12. Januar läuft im ZDF "Ku'damm 77". Auch die vierte Staffel rund um die Berliner Familie Schöllack hält einiges bereit. Hinten von links: Caterina (Claudia Michelsen), Helga (Maria Ehrich), Monika (Sonja Gerhardt) und Eva (Emilia Schüle). Vorne Friederike (Marie Louise Albertine Becker, links) und Dorli (Carlotta Bähre).

Bild: ZDF/Conny Klein


Der Erlebnisse der Berliner Familie Schöllack in der "Ku'damm"-Serie ziehen seit 2016 die TV-Zuschauer:innen in ihren Bann. Die neuen Episoden rund um die Tanzschule "Galant" spielen 14 Jahre nach der letzten Staffel. Klar also, dass ein paar neue Gesichter dabei sind. Hier eine Übersicht.


Die vierte Staffel startet am 12. Januar

Wenn Caterina Schöllack, von Darstellerin Claudia Michelsen liebevoll "Schrapnelle" genannt, mal wieder auf einem ihrer Ego-Trips ist, dann verdrehen ihre drei Töchter nicht selten die Augen. Helga (Maria Ehrich), Eva (Emilia Schüle) und Monika (Sonja Gerhardt) haben es nicht leicht mit ihrer dominanten Mutter. Und umgekehrt. Denn auch der Nachwuchs der Matriarchin sorgt immer wieder für Herausforderungen.

Mehr als fünf Millionen Zuschauer:innen haben in den bisherigen drei Staffeln die Ereignisse rund um die Tanzschule "Galant" am Kurfürstendamm verfolgt. Die ersten Folgen wurden 2016 ausgestrahlt und spielten im Jahr 1956. Ab 12. Januar läuft im ZDF die vierte Staffel, angesiedelt 1977. Statt Swing dominiert nun "Saturday Night Fever", und zwei der drei Kinder haben fast erwachsene Töchter. Freuen können sich die Fans zwar auf die bewährten vier Protagonistinnen und deren private und berufliche Herausforderungen. Doch einige Charaktere sind neu.

Übrigens sehr zur Freude der etablierten Stars. "Die Jungen, ja, das ist herrlich, weil da kommt auf einmal so ein frischer Wind rein", sagt etwa Caterina-Darstellerin Claudia Michelsen in der ZDF-Doku "Backstage - Ku'damm 77". Kollegin Emilia Schüle (Eva) fügt hinzu: "Es sind die neuen Stars von 'Ku'damm'." Die Rede ist vor allem von Carlotta Bähre, Marie Louise Albertine Becker und Massiamy Diaby.

Dorli ist nun 20 Jahre alt - und Turniertänzerin

Bereits in der letzten Staffel war Monikas Tochter Dorli mehrfach zu sehen. Damals noch um die fünf Jahre jung, tritt sie nun in die Fußstapfen ihrer musikbegeisterten Mutter: Dorli ist eine hochtalentierte Turniertänzerin.

Gespielt wird die Figur von Carlotta Bähre (20). Krimi-Fans könnte die Darstellerin ein Begriff sein: Sie ist seit 2024 in "SOKO Leipzig" als Charlotte Maybach, Tochter des Ermittlers Jan Maybach, zu sehen. Die Schauspielerei liegt ihr definitiv im Blut: Sowohl ihre Eltern Julia Bähre und Arndt Schwering-Sohnrey als auch ihr Großvater Dieter Bähre sind TV- und Theaterbühnen-erprobt. Ihr Vater hat sogar Hollywood-Erfahrung: Er hatte eine Nebenrolle im Kinofilm "Inglorious Basterds". "Er ist mein Coach und mein großes Vorbild", sagt Carlotta voller Stolz.

In der Doku "Backstage" verrät die Darstellerin, dass sie die Serie schon gesehen habe, bevor sie die Casting-Anfrage bekommen hat. Carlotta ist begeistert vom "krassen Zauber" der Produktion. Für ihre Rolle musste sie hart trainieren, um sich das Tanzen auf Profiniveau draufzuschaffen. "Ich bin jeden Morgen extrem aufgeregt, wenn ich weiß, dass ich tanzen muss!", erzählt Carlotta. Sie dürfe sich ja vor der Kamera nicht anmerken lassen, dass sie eigentlich Anfängerin sei, fügt sie schmunzelnd hinzu.

Für besonders knifflige Schritte stand übrigens ein Tanz-Double bereit. Regisseur Maurice Hübner war ohnehin hellauf begeistert. Carlotta und ihr Tanzpartner seien wahnsinnig gut vorbereitet gewesen. "Manchmal überlege ich, ob wir die Doubles überhaupt brauchen", sagt er lachend in der Doku. Dass Carlotta ihre Sache "ganz toll" gemacht hat, findet übrigens auch Serienmutter Sonja Gerhardt.

Friederike von Boost (Marie Louise Albertine Becker, l.) hat sich dem Rausch hingegeben und möchte ein tiefgründiges Gespräch mit Dorli Schöllack (Carlotta Bähre, r.) führen.

Bild: ZDF und Conny Klein


Friederike zieht es zur Polizei

Während Monika voller Stolz den Werdegang ihrer Tochter begleitet, ist ihre Schwester Helga alles andere als begeistert von den Plänen des eigenen Nachwuchses: Friederike lässt es sich nicht ausreden, zur Polizei zu gehen. In den späten 1970er-Jahren ein seltener Schritt. Helga hätte ihre Tochter deutlich lieber an der Universität gesehen.

In der Rolle der ehrgeizigen Jungbeamtin sehen wir Marie Louise Albertine Becker. Die 22-jährige Deutsch-Französin wuchs in Oldenburg auf und studiert aktuell Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. "Wie soll das funktionieren? Ich bei so 'nem großen Ding!" sei einer ihrer Gedanken angesichts ihrer ersten großen TV-Rolle gewesen, erzählt Marie.

Auch sie war bereits vor ihrem Engagement Fan der Serie. "Ich hatte natürlich das große Glück, dass ich die anderen Staffeln schon sehen konnte", sagt sie. Aber vor Ort persönlich zu sehen, "wie die Siebziger nachgebaut wurden, das ist schon super faszinierend." Ihre Serienmutter Maria Ehrich war für sie eine große Hilfe, betont Marie. Sie sei nicht nur "sehr lustig", sondern passe auch immer "auf einen auf". Es gebe ja auch Situationen, wo es schnell gehen muss. Und wenn man wie sie noch nicht lange dabei sei, "kann das einen total raushauen".

Mit ihrer fast gleichaltrigen Kollegin Carlotta Bähre sei sie sofort auf Wellenlänge gewesen. Die beiden hatten am Set ein Lieblingsritual: zusammen Zähneputzen nach dem Mittagessen. Ungewohnt war dagegen das altbackene Polizei-Outfit aus den 1970er-Jahren, samt Krawatte. "In so eine alte Uniform schlüpfen zu dürfen, das macht natürlich was mit einem", gesteht Marie. Sie habe zum Beispiel gemerkt, dass sie sich darin automatisch "gerader halte."

Friederike von Boost (Marie Louise Albertine Becker, l.) ist angehende Polizistin. Dorli Schöllack (Carlotta Bähre, r.) bietet ihr einen Joint an. Kann Friederike ihren Werten treu bleiben?

Bild: ZDF und Conny Klein


Rendezvous mit der eigenen Geschichte: Ist Linda Müller Caterinas Tochter?

Keinen unmittelbaren Bezug zur Geschichte der Schöllacks hat dagegen die Dokumentarfilmerin Linda Müller. Oder doch? Die Journalistin dreht einen Beitrag über die Tanzschule - und bald wird klar: Da ist noch was. Ist Linda ein "Besatzungskind"? Hatte Caterina eine Liaison mit einem US-Soldaten?

Gespielt wird Linda von der 29-jährigen Massiamy Diaby. Aufgewachsen in Frankfurt, sammelte sie am Jungen DT in Berlin erste Bühnenerfahrungen. Ihr Schauspielstudium absolvierte sie von 2016 bis 2020 an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Mittlerweile hat sie einige TV-Erfahrung gesammelt, darunter 2022 im Münchner "Tatort".

Über ihren Part in "Ku'damm 77" sagt sie: "Ich musste mir viel aneignen, denn wir nehmen Originalkameras aus den Siebzigern". Sie dachte vorher angesichts der Größe der damaligen Geräte: "Muss ich vielleicht erst mal pumpen gehen?" Speziell am ersten Drehtag sei das schon sehr herausfordernd gewesen. "Ich habe die Kamera erst mal mit nach Hause genommen und damit ein, zwei Wochen geübt." Sie wollte schließlich aussehen wie eine Dokumentarfilmerin und "nicht wie eine Schauspielerin, die eine Kamera hält". Ihr Fazit: "Ich habe voll viel gelernt, es war einfach 'ne krasse Herausforderung."

Massiamy Diaby ist als Linda Müller in "Ku'damm 77" zu sehen.

Bild: ZDF und Conny Klein


Helga verliebt sich neu - hat sie diesmal Glück?

Neu im "Ku'damm"-Universum sind auch Florian Stetter und Aziz Diab. Ersterer schlüpft in die Rolle von Dr. Hannes Mikusch. In den ausgesucht charmanten Mediziner verliebt sich Helga. Ihrer Tochter Friederike ist Hannes jedoch suspekt. Zu Recht? Aziz Diab spielt Sharif Feen, einen libanesischen Musiker, der Monika die Liebe zur Musik zurückgibt.

"Ku'damm 77" läuft ab Montag, 12. Januar um 20:15 Uhr im ZDF. Gezeigt werden drei Doppelfolgen à 90 Minuten am Montag, Dienstag und Mittwoch. Die Episoden sind zur Ausstrahlungszeit auch im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar. Am Donnerstag, 15. Januar um 0:50 Uhr wird die Doku "Backstage - Ku'damm 77" im Nachtprogramm des ZDF gezeigt. Zeitgleich ist sie im Livestream von Joyn zu sehen.

Dr. Hannes Mikusch (Florian Stetter, l.) und Wolfgang von Boost (August Wittgenstein, r.) sprechen über Alkoholsucht.

Bild: ZDF und Conny Klein


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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